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Zum Start kein Ansturm auf die Test-Center

„Testen für alle“ zum Auftakt wenig gefragt : Zum Start kein Ansturm auf die Test-Center

Jeder Interessierte darf sich jetzt testen lassen. Doch statt mehrerer hundert erwarteter Bürger kamen zum Auftakt lediglich 68.

Prognosen sind schwierig – vor allem, weil sie die Zukunft betreffen. Von daher war es schwierig, für das DRK abzuschätzen, wie das neue Angebot in Rheinland-Pfalz „Testen für alle“ von den Bürgern angenommen würde.

„Wir dachten, es kommen zum Auftakt mehrere hunderte, aber es waren dann doch nur 68“, berichtete Hans Prager, Chef des DRK-Kreisverbandes Südwestpfalz, am Montagabend auf Anfrage unserer Zeitung.

„Testen für alle“ bedeutet, dass alle Rheinland-Pfälzer seit Montag überprüfen lassen können, ob sie womöglich an Corona erkrankt sind – auch, wenn sie noch gar keine Symptome zeigen. Getreu dem Motto: sicher ist sicher. Damit alle Bürger zu ihrem Recht kommen, wurden landesweit „Schnelltest-Stationen“ eingerichtet.

In Zweibrücken musste eine solche Station nicht mehr neu eingerichtet werden; an der Rettungswache gegenüber dem Hauptfriedhof gibt es bereits seit Beginn der Pandemie eine solche Einrichtung.

Um für einen möglichen Ansturm gewappnet zu sein, hatte das DRK die Öffnungszeiten extra ausgeweitet. Bislang wurde dort von neun bis elf Uhr abgestrichen, zuletzt von sieben bis elf Uhr, damit auch französische Pendler vorstellig werden können (diese müssen, wie auch deutsche Pendler, einen Test vorweisen, der maximal 48 Stunden alt sein darf).

Zum Startschuss von „Testen für alle“ wurden die Öffnungszeiten am Montag noch einmal ausgeweitet: von sieben bis 19 Uhr. Aber das wäre wohl nicht nötig gewesen, es kamen, wie erwähnt, 68 Bürger.

„Viele Bürger sehen die Tests wohl noch nicht als notwendig an“, schlussfolgerte Prager. Das werde sich vermutlich mit dem Beginn der Urlaubzeit ändern, wohl schon zu Ostern, beziehungsweise, wenn die Gastronomie wieder öffnen dürfe – und dann für einen Besuch im Restaurant ein negatives Testergebnis vorgelegt werden muss.

„Wir testen für Zweibrücken und die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land“, nannte Prager den Zuständigkeitsbereich. „Pro Woche sind es in unserem Container an der Rettungswache 400 bis 500 Tests.“ Ab nächstem Montag, 15. März, will das DRK flächendeckend für den gesamten Landkreis testen.

Korrespondierend hierzu testen DRK’ler auch auf Anfrage das Personal in Kindergärten (in der Woche seien dies rund 300 Tests); ferner sei an der Berufsschule ein Pilotprojekt angelaufen, dort wurden Lehrer geschult, damit sie bei ihren Kollegen und bei Schülern eigenhändig einen Abstrich vornehmen können. Auch für das Helmholtz- und das Hofenfels-Gymnasium führte das DRK entsprechende Schulungen durch.

Zusätzlich würden natürlich die ganze Zeit schon Hausärzte in ihren Praxen Tests vornehmen.