1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Zweibrücken: Zum 20. Geburtstag des Outlets gibt es viel Lob

Einkaufskomplex ist 20 Jahre alt : Zum 20. Geburtstag des Outlets viele strahlende Gesichter

Innenminister würdigt Erfolgsgeschichte des Einkaufstempels – Landrätin spricht mit Blick auf Erweiterung von „vertrauensvoller Zusammenarbeit“.

Sébastien Mercier weiß, was von ihm als Franzose erwartet wird: „Champagne!“ ruft er in die Menge. Und wie von Zauberhand schwirrt eine Bedienung aus dem Restaurant „Donna Mia“ aus, das Tablett beladen mit dem edlen Schaumwein.

Mercier muss den Champagner an diesem Tag nicht alleine trinken. Er hat gleich mehrere Gäste an seiner Seite, die mit dem Direktor des Fashion Outlets auf den 20. Geburtstag des Einkaufstempels anstoßen.

Den weitesten Weg hat Roger Lewentz (SPD) auf sich genommen. Der rheinland-pfälzische Innenminister ist aus Mainz nach Zweibrücken gekommen und würdigt in seiner Ansprache die „Erfolgsgeschichte“ des Outlets.

Er wisse noch, wie er zum ersten Mal nach Zweibrücken kam. Das sei 1991 gewesen, als junger Referent des damaligen Ministerpräsidenten Rudolf Scharping.

„Ich habe Zweibrücken damals als Garnisonsstadt wahrgenommen“, blickt er zurück. „Die Arbeitslosenzahlen in der Region gingen in den Bereich bis zu 20 Prozent“, erinnert sich Lewentz.

Die Rosenstadt habe in all den Jahren einen Sprung nach vorne gemacht, auch dank des Outlets und der Hochschule Zweibrücken.

Das Outlet habe derzeit 120 Läden und biete 1250 Menschen Arbeit, rund vier Millionen Besucher würden im Jahr gezählt. „Das ist so, als wenn jeder Rheinland-Pfälzer einmal im Jahr ins Outlet käme“, verdeutlicht er die Größenordnung.

Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) würdigt das Outlet als „einen der größten Arbeitgeber in der Region“, dieser Einkaufmagnet sei „unsere zweite Innenstadt“. Die Erfahrung zeige auch, dass das Outlet mitnichten zum Tod der Innenstadt wurde, eine Koexistenz sei möglich.

Wosnitza dankt dem Land für die Unterstützung, die Konversion (Anm.: Umwandlung ehemals militärischer Liegenschaften in zivile Projekte) sei hervorragend gelungen.

Landrätin Susanne Ganster (CDU) spricht gleichfalls von einer „Erfolgsgeschichte“. Sie blickt bereits auf die geplante Erweiterung des Einkaufsadresse und merkt an, es gebe mit der dafür zuständigen Genehmigungsbehörde SGD Süd eine „vertrauensvolle Zusammenarbeit“.

Das letzte Wort hat Center-Direktor Mercier. Er geht auf die hohen Investitionen ein, die das Outlet zuletzt tätigte, um weiter attraktiv zu bleiben. Auch die Erweiterung soll dazu beitragen. Denn es ist ein Kampf um die Kunden. Und dann ruft Mercier endlich die Worte, auf die alle gewartet haben: „Champagne!“