10 000 Euro und 5812 Euro

Zu recht schütteln viele Bürger den Kopf über die im Zweibrücker Rathaus spurlos verschwundenen 10 000 Euro . Weder interne noch staatsanwaltschaftliche Ermittlungen haben klären können, wie und wo das Geld abhanden kam. Das wirft kein gutes Licht auf den bisherigen Umgang mit Geld im Rathaus. Gut aber ist, dass die Stadt konsequent reagiert und mehrere finanzielle Abläufe deutlich sicherer gestaltet hat. Dieses Beispiel sollte Mut machen, zu prüfen, ob sich nicht auch bei anderen Verwaltungstätigkeiten durch bessere Organisation Geld sparen lässt. Bislang heißt es leider allzu oft, bei den Pflichtaufgaben lasse sich nichts sparen.

Teuer zu stehen gekommen wäre den Kinderarzt Dr. Fred Konrad (Grüne), wenn er in den Mainzer Landtag eingezogen wäre: Abgeordnete verdienen monatlich 5812 Euro - das macht es für viele Berufsgruppen wenig verlockend, ein Mandat anzunehmen, zumal die Gefahr droht, am Ende der Wahlperiode das Mandat und damit die finanzielle Lebensgrundlage zu verlieren. Bei den Abgeordnetendiäten wäre weniger Sparsamkeit zwar teuer - würde aber die Qualität der politischen Arbeit sicher verbessern.