1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Im April schlägt die Abrissbirne zu

Im April schlägt die Abrissbirne zu

Weil aus einem Komplettabriss der Alten Feuerwache ein Teilabriss werden soll, mussten die Arbeiten hierfür neu ausgeschrieben werden. Das Bauamt ist gespannt, auf welche Relikte es beim Abriss wohl stoßen wird.

Die Abrissbirne ist in Lauerstellung: Noch gut zwei Monate, dann soll aus der Alten Feuerwache Kleinholz gemacht werden. Das erklärt Christian Michels, Leiter des Zweibrücker Bauamts. Eine überarbeitete Ausschreibung sei erforderlich gewesen. Denn ursprünglich sollte die Alte Feuerwache komplett zu Staub werden. Aber nach dem Widerstand des benachbarten HHG (Helmholtz-Gymnasium) zu den Plänen für das Areal bleibt die zur Alten Feuerwache zugehörige Ex-Fahrzeughalle stehen; dort wird für das HHG ein Foyer eingerichtet (wir berichteten). "Die Ausschreibung wird an diesem Samstag, 28. Januar, veröffentlicht", so Michels. Die alte Ausschreibung sei hinfällig geworden, ein Teilabriss stelle ganz andere Anforderungen dar, statische Überlegungen hätten korrigiert werden müssen, damit die Halle den Abriss unbeschadet überstehe. Schließlich müssten die abzureißenden Gebäude in die richtige Richtung fallen. "In der 14. Kalenderwoche sollen die Arbeiten beginnen", blickt Michels voraus. Heißt: Zirka ab 3. März rollt die Abrissbirne an. "Wir gehen davon aus, dass die Arbeiten 40 Werktage, etwa acht Wochen, in Anspruch nehmen", schätzt Michels.

Es sei halt immer die Frage, auf was die Arbeiter beim Abriss so alles stießen, sagt er - mit Blick auf die Tatsache, dass, wenn in der Rosenstadt gegraben, gebuddelt oder abgerissen wird, ein Bombenfund nie auszuschließen ist. "Es gibt fast nichts, was bei einem Abbruch nicht zum Vorschein kommen kann . . .", merkt der Bauamtschef an. Und was macht das Foyer, auf das das HHG so sehnsüchtig wartet? "Bis Ende des Jahres sollte die vollständige Planung für die Halle stehen", antwortet Michels.

Stadtsprecher Heinz Braun betont in diesem Zusammenhang, dass es eine wichtige Voraussetzung für die Umwandlung der früheren Fahrzeughalle gebe: "Die neue Halle soll nicht mehr kosten, als die zuvor geplante Erweiterung des Foyers des Helmholtz-Gymnasiums." Denn ursprünglich sollten innerhalb der Schule Umbauarbeiten stattfinden, um dort mehr Platz für Veranstaltungen zu schaffen. Nun wird ein solcher Raum in eben dieser Fahrzeughalle geschaffen.

Oberbürgermeister Kurt Pirmann hatte im November gesagt, dass der Umbau der Fahrzeughalle 350 000 bis 370 000 Euro kosten solle - so viel wie der geplante Umbau des Helmholtz-Gymnasiums.

Das Gebäude solle auch nach dem Umbau zum Mehrzwecksaal das Flair einer Industriehalle verströmen, sagte Pirmann (wir berichteten).