Erstmals in fünf Jahrzehnten: Ortsgemeinderat Contwig tagte in Stambach : Neuer Spielplatz und barrierefreie Haltestellen

Contwiger Gemeinderat vergibt die Planungsleistung für je eine Haltestelle in Contwig und Stambach. Keine Poller an Tränkgasse

„Das ist eine historische Ratssitzung“, eröffnete der Contwiger Bürgermeister Karlheinz Bärmann (CDU) am Donnerstagabend den Ortsgemeinderat in der Sporthalle der Grundschule Stambach. Denn erstmals seit dem Zusammenschluss der Gemeinden Contwig und Stambach vor rund fünf Jahrzehnten tage der Rat im Ortsteil Stambach.

Auch inhaltlich ging es dann mit wichtigen Themen weiter. So informierte der Bürgermeister, dass die Stützmauer unterhalb des Kapellchens wegen Feuchtigkeit teilweise „aufgebrochen“ sei. Nach Auskunft eines Statikers bestehe zwar keine Gefahr. „Aber das wird mit der Zeit schlechter.“ Deshalb vergab der Rat der Firma Klä Wa aus Contwig den Sanierungsauftrag in Höhe von rund 8000 Euro.

Der Landkreis Südwestpfalz hat in seinem Nahverkehrsplan 2018 beschlossen, den öffentlichen Personennahverkehr barrierefrei zu machen. In Abstimmung mit den Gemeinden wurde vereinbart, dass bis Ende 2021 in jedem Ortsteil eine Bushaltestelle barrierefrei ausgebaut werden muss. „In Contwig ist es die Haltestelle am Gasthaus Veith, in Stambach am Gasthaus Stöckle“, sagte Bärmann. Weitere Haltestellen werden bis 2025 folgen, kündigte der Bürgermeister an. Den Planungsauftrag übertrug der Gemeinderat dem Büro Schönhofen aus Kaiserslautern. Bei geschätzten 25 000 Euro Baukosten pro Bushaltestelle fallen 3300 Euro an Ingenieurleistungen an.

Im Neubaugebiet Bohnrech wird an der Schwalbenstraße ein Spielplatz angelegt. Der Rat vergab die Landschaftsbauarbeiten an die Firma Meier aus Zweibrücken zum Preis von rund 70 000 Euro.

Die Angelfreunde Contwig wachsen stetig. Insbesondere im Jugendbereich. Deshalb benötigt der Verein mehr Platz, insbesondere für die Jugendarbeit. Die Kosten für ein geplantes Nebengebäude belaufen sich auf rund 18 000 Euro. Nach den Contwiger Zuschuss-Richtlinien gewährt die Gemeinde dem Verein rund 1400 Euro.

Über zu schnelle Autofahrer hatte sich ein Anlieger der Bitscher Straße beim Bürgermeister beschwert. „Ist das wirklich ein Problem?“, fragte David Betz (SPD). „Wer da schneller als 20 km/h fährt, hat das Zeug zum Rennfahrer“, meinte Thorsten Sefrin (CDU). Die Idee, die Straße als Spielstraße auszuweisen, wurde nach dem Hinweis Bärmanns, dass da ein Schild nicht ausreiche, schnell verworfen. Der Rat beauftragte die Verwaltung zu prüfen, ob man ein 30-Kilometer-Schild aufstellen können.

Anwohner der Drosselstraße beklagten, dass Autofahrer auf der Oberauerbacher ortsauswärts schon im Ort stark beschleunigen. Auch hier soll die Verwaltung prüfen, ob Schilder aufgestellt werden können. Das Aufstellen von Pollern an der Hauptstraße an der Einmündung Tränkgasse dagegen verwarf der Rat einstimmig.