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Verkehrsverbunden in Rheinland-Pfalz fehlen wegen Corona Millionen

Millionenverluste : Verkehrsverbunden fehlen wegen Corona Millionen aus Ticketverkäufen

Die Corona-Pandemie lässt die Ticketeinnahmen im öffentlichen Nahverkehr in Rheinland-Pfalz aller Voraussicht nach erheblich einbrechen. Insgesamt rechnen die Verkehrsverbunde damit, dass sie in diesem Jahr rund 150 Millionen Euro weniger aus dem Verkauf von Fahrscheinen verbuchen können.

Dies geht aus der Antwort des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Landtag hervor.

Besonders betroffen ist demnach der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) mit prognostizierten Einnahmeverlusten aus dem Ticketverkauf von etwa 57,1 Millionen Euro, gefolgt von der Deutschen Bahn mit rund 34,7 Millionen Euro und dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) mit rund 27,4 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 kam alleine der VRN auf 186,1 Millionen Euro Einnahmen aus dem Verkauf von Zeittickets und anderen Fahrkarten im öffentlichen Nahverkehr in Rheinland-Pfalz.

Wegen der Corona-Pandemie war das öffentliche Leben in Rheinland-Pfalz von Ende März an für mehrere Wochen erheblich eingeschränkt worden. Zahlreiche Pendler blieben deshalb zu Hause, was sich in den Bussen und Bahnen bemerkbar machte.

Teilweise schränkten die Verkehrsverbunde in der Folge ihr Angebot ein und dünnten den Takt auf Linien aus oder verringerten die Zahl der eingesetzten Fahrzeuge. Welche Kosteneinsparungen sich dadurch ergaben, ist noch nicht bekannt und bei den Zahlen zu den Einnahmeverlusten für die Tickets auch noch nicht berücksichtigt worden.