Dorfladen Battweiler ist verkauft

Battweiler. Der Dorfladen in Battweiler samt 3000 Quadratmeter großem Grundstück ist verkauft. Das hatte der Ortsgemeinderat Battweiler auf seiner jüngsten Sitzung im nicht-öffentlichen Teil entschieden. Die Ratsmitglieder hatten mehrheitlich dafür gestimmt, wie der Pfälzische Merkur auf Nachfrage erfuhr. Den Verkauf hatte der Battweiler Rat zunächst nicht öffentlich gemacht

Battweiler. Der Dorfladen in Battweiler samt 3000 Quadratmeter großem Grundstück ist verkauft. Das hatte der Ortsgemeinderat Battweiler auf seiner jüngsten Sitzung im nicht-öffentlichen Teil entschieden. Die Ratsmitglieder hatten mehrheitlich dafür gestimmt, wie der Pfälzische Merkur auf Nachfrage erfuhr. Den Verkauf hatte der Battweiler Rat zunächst nicht öffentlich gemacht.Neuer Besitzer der Immobilie ist die Ökumenische Sozialstation Thaleischweiler-Fröschen/Zweibrücken-Land. Das Kaufangebot soll 280 000 Euro betragen haben, auf das sich beide Parteien letztendlich geeinigt hatten. Am 15. April 2000 war die Gemeindeeinrichtung im alten Dorfteil unweit der protestantischen Dorfkirche mit großem Bürgerzuspruch eröffnet worden. Der Verkauf war ein hochbrisantes Thema in Battweiler. Hinter verschlossenen Türen, so sieht das die Gemeindeordnung vor, befassten sich die Ratsmitglieder mit dem Verkauf des Dorfladens samt Grundstück. Doch inzwischen hat es sich im Dorf herumgesprochen. Wenngleich Türen und Fenster seit Wochen verschlossen sind, schlug die Nachricht doch ein wie eine Bombe, verbreitete sich gleich einem Lauffeuer in der Ortschaft. Ein Kritikpunkt an dem Vorhaben war, dass die Bevölkerung nicht in die Meinungsbildung einbezogen worden war. So gab es beispielsweise keine Informationsveranstaltungen oder Bürgersprechstunden zu dem Thema.

Dabei hatten die Battweiler beim Schaffen des Werkes einen großen Beitrag geleistet. Bereits beim Rohbau sprach der damalige Ortsbürgermeister Karl-Heinz Gorges von weit über 2000 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden. Wie viele Stunden es zum Schluss tatsächlich waren, konnte nun niemand mehr genau sagen. Der Bürgeranteil jedenfalls war groß und nur dadurch hatten auch die Gesamtkosten gedrückt werden können. Mehr als eine halbe Million Euro waren trotzdem investiert worden. "Wir haben alles versucht, aber keine Rettungsanker werfen können", meinte Ortsbürgermeister Werner Veith, der nochmals die vielen Gespräche mit Unternehmen und Einzelpersonen in Erinnerung rief. "Manchmal meinte ich, für mich betrachtet, die Leute schon zu nötigen. Nicht auszudenken, es hätte jemand angebissen und dann die Sache doch an die Wand gefahren." Angesprochen auf den Verkaufspreis räumt Ortsbürgermeister Veith ein, dass für das Objekt ein förmliches Wertgutachten des Gutachterausschusses vorliegt und dieses die Richtschnur bei der Entscheidung gewesen sei.