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Ex-Eberspächer-Gelände in Bexbach soll bebaut werden

Kostenpflichtiger Inhalt: Bexbacher Industriering : Pläne fürs alte Eberspächer-Gelände

Das Areal im Industriering in Bexbach ist an ein St. Ingberter Industrie-Unternehmen verkauft worden. Was dieses mit dem Grundstück genau vor hat, wird am Mittwoch im Ortsrat Bexbach-Mitte im Geheimen vorgestellt.

Jede Stadt kann sich freuen, wenn auf ihren großen Brachen etwas geschieht. Etwa Verkäufe abgewickelt werden und Investoren frischen Wind durch neue Projekte bringen wollen. Und so Arbeitsplätze schaffen oder die Attraktivität des Standorts vergrößern.

Ob das im Falle des früheren Eberspächer-Geländes im Bexbacher Industriering auch so kommen wird, steht noch in den Sternen. Es dürfte dort aktuell auf eine Wohnbebauung hinauslaufen, das Thema wird an diesem Dienstag, 12. Mai, 18 Uhr, nicht öffentlich im Ortsrat Bexbach-Mitte im Volkshaus Oberbexbach behandelt. Denn nach Informationen unserer Zeitung ist auch die nahe des fraglichen Geländes angesiedelte Massivbauhaus-Firma Spektral in das Vorhaben involviert.

Fakt ist: Die 83 000 Quadratmeter große Fläche hat gegen Ende des vergangenen Jahres den Besitzer gewechselt. Eine Eberspächer-Sprecherin erinnert auf Anfrage, dass dort früher einmal die Ziegelei beheimatet war. Bis 2014/15 hatte Eberspächer dort Schalldämpfer produziert, ehe diese Arbeiten in die Produktionsstätten in der Homburger Straße verlagert wurden. Anschließend fungierte das Areal, auf dem teilweise Schienen verlegt sind und über das quer Hochspannungsmasten verlaufen, als Lager. Man hatte es an einen Logistikdienstleister untervermietet.

2019 habe man es schließlich bereinigt. Zum Verkaufspreis will die Sprecherin keine Angaben machen.

Käufer ist die Immobiliensparte der Firma WST Stein GmbH, die in Ludwigshafen angesiedelt ist. Die Hauptfirma hat ihren Sitz in St. Ingbert. Sie importiert und exportiert neue und gebrauchte Werkzeugmaschinen sowie komplette Produktionsanlagen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf CNC-Maschinen und Großanlagen, Maschinenmontage und Maschinenmodernisierung, besitzt laut ihrer Website 10 000 Quadratmeter freie Hallenfläche in St. Ingbert. Geschäftsführer ist Manfred Stein.

Bexbachs Bürgermeister Christian Prech (CDU) hatte bereits Kontakt zum neuen Eigentümer. „Herr Stein hatte einen Termin bei uns hier im Rathaus. Er wollte wissen, nachdem er das ehemalige Eberspächer-Gebäude gekauft hat, was auf dem Gelände gebaut werden darf“, schrieb Prech bereits Mitte Februar auf Anfrage unserer Zeitung. Denn Stein wolle das Gelände entwickeln, „wie genau, wurde uns nicht mitgeteilt“.

Über der Fläche liege ein Flächen- Nutzungsplan, welcher dort momentan keine größere Bebauung im hinteren Bereich zulasse. Und die Stadt sehe weder eine Notwendigkeit, diesen Flächen-Nutzungsplan, noch den gültigen Bebauungsplan zu ändern. Eine mögliche Änderung des Bebauungsplans sei im Gespräch auch kein Thema gewesen. Prech habe vom Verkauf des Geländes zuerst im November erfahren, als ein Vorkaufsrecht der Stadt hätte greifen können, das man aber nicht in Anspruch nahm.

In der ersten Sitzung nach den Corona-Lockerungen behandelt der Ortsrat Oberbexbach auch diverse Niederschriften und Anfragen. Öffentlich geht es darüber hinaus auch noch um die Verabschiedung des früheren Mitglieds Walter Borr (SPD). Borr hatte zum 29. Januar sein Mandat niedergelegt. In der Sitzung des Gemeindewahlausschusses zur Verteilung der Ortsratssitze wurde zunächst Peter Mayer als Nachfolger festgestellt und angeschrieben. Dieser lehnte allerdings laut Beschlussvorlage die Berufung ab. Der nächste auf der Liste, Jürgen Metzinger, nahm das Mandat indes an.