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Limbacher Reiter Niklas Betz gewinnt Silber beim Nationenpreis in China

Pferdesport : Limbacher Reiter Niklas Betz gewinnt Silber beim Nationenpreis in China

(cvw) Mit der Silbermedaille für Deutschland im Nationenpreis und „ganz neuen Erfahrungen aus einer völlig anderen Welt“ ist Niklas Betz aus China zurückgekehrt.

Der erfolgreiche Springreiter des RFV Limbach vertrat in seinem letzten Jahr in der Altersklasse der „Jungen Reiter“ die deutschen Farben in einem Vorort von Peking. Das Team mit Betz, seinem Stallkollegen Max Haunhorst von Sportpferde Haunhorst und Tim Hartlaub musste sich lediglich Korea geschlagen geben und landete vor den Gastgebern auf dem Treppchen.

„Normalerweise reiten wir Nationenpreise über 1,50 Meter hohe Hindernisse – in Peking mit Rücksicht auf das Pferdematerial über 1,20 Meter“, berichtete Betz, der Sohn einer Limbacher Züchterfamilie. Er lobte, dass das Turnier sehr professionell organisiert gewesen sei. Unter dem Titel „Friendship for Champions“ habe die Begegnung mit Reitern aus China, Korea, Südafrika und anderen Ländern mit einem großen Nationenabend samt Aufmarsch im Stadion stattgefunden.

Seinen Schimmel vom „Großen Preis“, mit dem er am ersten Tag zwei Abwürfe hingelegt hatte, tauschte Betz gegen den Hengst, der eigentlich Hartlaub zugelost war. „Die beiden waren kein so gutes Team“, sagte Betz, der im Stall Haunhorst täglich bis zu zwölf verschiedene Pferde reitet und sich so auch auf anspruchsvolle Charaktere einstellen kann. Im ersten Umlauf des Nationenpreises nahm jeder der drei Deutschen eine Stange mit und sicherte mit der durchgängigen Nullrunde im zweiten, identischen Umlauf dann die Silbermedaille.

Nach einer kurzen Pause wird es für Niklas Betz zum Advent noch einmal spannend. Von einem internationalen Turnier in den Niederlanden auf Zwei-Sterne-Niveau reist er sofort ins österreichische Innsbruck. Dort hatte er sich im vergangenen Jahr mit seinem eigenen Pferd Contan für das Finale des European Youngster-Cup U25 qualifiziert. Dafür verzichtet der Sieger im „Preis der Besten“ 2019 sogar auf sein Lieblingsturnier, das Aachen Youngsters Salut-Festival. „Wenn ich mich in Innsbruck für den Finalparcours qualifiziere, geht es über Hindernisse von 1,55 Metern“, beschreibt er die Anforderungen in Österreich.

Ab dem 1. Januar hängen für den Berufsreiter die Stangen ohnehin um ein vielfaches höher, denn dann trifft er im Lager der Reiter international auf neue, starke Konkurrenz. „Auf den ländlichen Turnieren bleibt alles beim Alten, doch die JR-Turniere fallen aus. Auf der Deutschen Meisterschaft sattelt die gesamte Elite“, sagt Betz, der in der neuen Klasse auf einen „guten Anschluss“ an die bisherigen Erfolge hofft. Nach wie vor satteln kann der 21-Jährige aber bei den U25-Cups.