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Hoffnung auf den Klassenerhalt wird in Jägersburg immer kleiner

FSV Jägersburg : Hoffnungsfunke ist fast erloschen

Fußball-Oberliga: Jägersburger Abstieg nach dem 1:1 gegen Kaiserslautern II kaum noch abzuwenden.

Der Abstieg des Fußball-Oberligisten FSV Jägersburg ist nach dem 1:1-Unentschieden am Samstag im Heimspiel gegen die U21 des 1. FC Kaiserslautern nur noch theoretisch abzuwenden. FSV-Trainer Alexander Ogorodnik verspricht dennoch: „Wir werden weiter um jeden Zähler kämpfen – und uns zumindest ordentlich verabschieden.“

In den ersten 25 Minuten sahen die knapp 100 Zuschauer im Alois-Omlor-Sportpark ein interessantes Spiel mit vielen guten Torszenen auf beiden Seiten. Die erste dicke Möglichkeit ließ Jägersburgs Shkodran Rexhaj aus, als er nach zwei Minuten auf der halblinken Seite im Strafraum an FCK-Torwart Matheo Raab scheiterte. Im Gegenzug konnten die Lila-Weißen einen schnellen Angriff der Gäste nicht unterbinden. Und mit dem ersten Torschuss des FCK durch Hüseyin Cakmmak (3.) stand es 1:0 für die Lauterer.

Diese hätten sechs Minuten später sogar erhöhen können. Doch Luca Jensen vergab das mögliche 2:0 für die U21 des Drittligisten. Und es ging weiter hin und her. Jägersburgs Tim Schäfer scheiterte aus günstiger Postition an FCK-Torhüter Raab (14.). Auf der Gegenseite zog Lauterns Julian Löschner einen Freistoß aus rund 30 Metern direkt auf das Tor. FSV-Schlussmann Mirko Gerlinger konnte das Geschoss gerade noch an die Latte lenken (16.). FSV-Spieler Rexhaj verpasste dann mit einem Kopfball aus kurzer Distanz erneut den Ausgleich. Doch in der 23. Minute machte es Teamkollege Arman Ardestani besser und traf nach Vorarbeit von Jan Reiplinger aus elf Metern genau unter die Latte zum 1:1.

Anschließend ließen es beide Mannschaften ruhiger angehen. Die Partie verlief weiter auf Augenhöhe – hatte aber nicht mehr so viele Torraumszenen zu bieten. Sven Schreiber und Luis Kiefer mit einem Kopfball vergaben noch Chancen zum Siegtreffer für den FSV.

In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Leider nicht sportlicher Natur. Nach einer Freistoßentscheidung zugunsten des FCK gab es für FSV-Kapitän Julian Fricker Gelb für das Foul und dann Gelb-Rot wegen Meckerns. Nach Spielende sah Frederic Ehrmann sogar noch eine glatte Rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung.

 Indes steht fest, dass neben Luis Kiefer (zum FK Pirmasens) und Sergej Littau, der die Fußballschuhe an den Nagel hängt, auch Arman Ardestani (1. FC Nürnberg II) und Moritz Braun (SG Erbach) den FSV verlassen werden. Auch Alexander Ogorodnik geht. Das sei bereits in der Winterpause klar gewesen. Mit dem wahrscheinlichen Abstieg in die Saarlandliga habe sich das Thema ohnehin erledigt. „Tim Harenberg rückt ja nach und in der Saarlandliga braucht man keinen Co-Trainer“, so Ogorodnik, der sich einen neuen Verein suchen will.