1. Pfälzischer Merkur
  2. Regionalsport

Eishockey-Regionalliga: EHC Zweibrückern verliert Topspiel gegen Hügelsheim

Eishockey-Regionalliga Südwest : Hornets verfallen nicht in Panik

Die Zweibrücker rutschen nach dem 3:5 im Topspiel der Eishockey-Regionalliga Südwest gegen Hügelsheim von Platz eins auf vier.

Etwas bedröppelt verlassen die Hornets-Spieler das Eis. Spannung, Dramatik und starkes Eishockey haben sie den Zuschauern am Sonntagabend im Regionalliga-Spitzenspiel gegen den ESC Hügelsheim geboten. Doch als Sieger durften sich die etwas clevereren Gäste feiern lassen. Mit 3:5 (0:1/3:3/0:1) musste sich der bisherige Tabellenführer EHC Zweibrücken geschlagen geben, rutscht durch die erste Saisonniederlage in heimischer Halle auf Rang vier ab. „Uns hat heute einfach das Glück gefehlt“, erklärte Hornets-Trainer Terry Trenholm, der gegen seinen Ex-Club erstmals in dieser Runde sein gesamtes Team aufbieten konnte. „Im Powerplay hätten wir es besser machen müssen. Die Chancen waren da, aber wir haben das Tor nicht getroffen“, machte er ein Manko im Spiel seiner Mannschaft aus.

Das bereits im ersten Drittel zu erkennen war. Gleich mit zwei Mann mehr auf dem Eis verpassten es die Gastgeber in der Anfangsphase, Kapital daraus zu schlagen. Die Hügelsheimer um den ehemaligen Zweibrücker Trainer Richard Drewniak machten das besser. Martin Vachal brachte den Puck in Überzahl im Zweibrücker Gehäuse unter (10.). Doch auch danach hatten die Hornets noch im ersten Abschnitt Chancen zum Ausgleich. Nicht nur durch den vergebenen Penalty von Dan Radke. Doch auch die Baden Rhinos vergaben noch einen Strafstoß. So ging es für die Gastgeber mit dem knappen Rückstand ins zweite Drittel. Das es in sich hatte.

Waren Tore im ersten Durchgang noch Mangelware, fielen sie nun wie am Fließband. Nach schönem Zuspiel von Stephen Brüstle auf Maximilian Dörr und dessen Weitergabe an Daniel Radke, brachte dieser den Puck endlich im ESC-Tor unter: 1:1 (28.). Doch kaum war der Jubel der Fans abgeklungen, rappelte es wieder. Im Hornets-Kasten. Der starke Vachal traf zum 2:1 für die Gäste (29.). Nur eine Minute später waren die Hornets wieder zur Stelle. Nach einem Fehlpass der Hügelsheimer landete das Spielgeräte direkt vor Fabian Fellhauers Füßen, der sich nicht zweimal bitten ließ und zum 2:2 ausglich (30.). Kaum eine Verschnaufpause in dieser dramatischen Phase. Erstmals gelang nun den Gastgebern die Führung. Die Hügelsheimer beklagten noch ein nicht gegebenes Foul, als Christian Werth die Unruhe ausnutzte und zum 3:2 traf (33.). Lange hielt aber auch diese Freude nicht. Im Alleingang schlängelte sich Graham Brulotte durch, das 3:3 (36.). Noch vor der Drittelpause kassierten die Hornets zudem einen unglücklichen Gegentreffer zum 3:4. Ein misslungener Befreiungsschlag in Unterzahl prallt auf Vachal und von ihm ins Tor. „Wir haben in schwierigen Situation die richtige Reaktion gezeigt und uns von den Gegentoren nicht aus der Bahn werfen lassen“, sagte Drewniak. „Das war eine starke und geschlossene Mannschaftsleistung.“

Diese wollten die Hornets im letzten Abschnitt ebenfalls nochmal aufs Eis bringen. „Die Jungs haben gekämpft und in der Schlussphase alles versucht. Da kann ich ihnen keine Vorwürfe machen“, betonte Terry Trenholm. Doch ihr Kampf wurde nicht belohnt. Vier Minuten lang waren die Zweibrücker in Überzahl, konnten den Puck im Powerplay aber einfach nicht im ESC-Tor unterbringen. „Kleinigkeiten haben entschieden, das fünfte Gegentor war dann der Genickbruch.“ Knapp fünf Minuten blieben den Hornets danach, um nochmal ranzukommen. Doch die Luft war raus.

„Meiner Meinung nach waren die Cleverness und der größere Wille zum Sieg entscheidend“, sagte Richard Drewniak. In Zweibrücken sei es nicht einfach, zu gewinnen. „Deshalb bin ich sehr froh, dass wir hier die Punkte geholt haben. Es war ein Spiel auf Augenhöhe und hohem Niveau“, betonte der Hügelsheimer Coach, dessen Mannschaft nun auf Platz zwei geklettert ist – mit einem Spiel weniger auf dem Konto als Spitzenreiter EV Ravensburg. Der EHC Zweibrücken ist von Platz eins auf vier abgerutscht, hat aber auch zwei Partien weniger bestritten als der neue Tabellenführer. „Es war für uns erst der sechste Spieltag – von daher: Keine Panik“, bewahrt Terry Trenholm die Ruhe. Obwohl er nur zu gerne gegen seinen Ex-Verein gewonnen hätte. „Schade, dass es nicht geklappt hat.“