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Ein Hauch von Bundesliga in der alten Heimat

Ein Hauch von Bundesliga in der alten Heimat

Während die Handball-Bundesliga aufgrund der WM pausiert, müssen die Drittligisten ran. Auswirkungen kann das Turnier auch auf die Partie des SV 64 haben, die die Bundesligareserve des TBV Lemgo empfängt.

Ein Hauch von Bundesliga weht am Samstag durch die Ignaz-Roth-Halle. Um 18 Uhr ist die Bundesligareserve des TBV Lemgo in Zweibrücken beim Drittliga-Aufsteiger SV 64 zu Gast. Die Youngsters des TBV belegen derzeit den sechsten Platz und halten damit Anschluss an die besten Teams der Liga. Sie verfügen zudem über den torgefährlichsten Angriff.

Mit Torhüter Felix Hendrich, den Rückraumspielern Georg Pöhle, Valentin Schmidt, Max Höning sowie Kreisläufer Marcel Niemeyer und Linksaußen Dominik Ebner zählen insgesamt sechs Spieler, die im Laufe der Saison für die TBV-Youngsters aufgelaufen sind, auch zum Bundesligakader des zweifachen deutschen Meisters, haben in der ersten Saisonhälfte zusammen 49 Erstligaspiele bestritten. Da derzeit die höchste deutsche Liga wegen der Weltmeisterschaft pausiert, könnte es durchaus sein, dass auch bei den Zweibrückern wieder einige Spieler aus dem Erstmannschaftskader auflaufen.

Die SV-Abwehr vor Keeper Ladi Kovacin wird besonders gefordert sein. "Wir haben gegen Lemgo ohnehin nur eine Chance, wenn wir ähnlich gut verteidigen wie im Hinspiel", stellte SV-Trainer Stefan Bullacher fest. Da überraschten die Zweibrücker mit einer hervorragenden Defensivarbeit, gewannen bei der damals von Weltmeister Florian Kehrmann trainierten Lemgoer Truppe mit 34:30. Kehrmann hat mittlerweile Niels Pfannenschmidt als Bundesligatrainer beerbt, sein Job bei der Reserve übernahm zu Beginn dieses Jahres Christian Plesser. Mit Plesser hat die Mannschaft einen guten Start in die Rückserie hingelegt, gewann am letzten Wochenende knapp gegen den Tabellendritten HSG Krefeld.

Bullacher sieht seine Mannschaft gegen die Lemgo-Youngsters in einer Außenseiterrolle, begründet dies auch damit, dass die Personalsituation bei seiner Mannschaft in den letzten Wochen alles andere als zufriedenstellend war. So erwischte es zuletzt Erik Pohland, der sich beim Pokalturnier einen Kreuzbandriss zugezogen hat und am Freitag in Rodalben operiert wurde. Immerhin bestehe die Hoffnung, dass Mannschaftskapitän Aris Wöschler wieder mehr Spielanteile bekommen kann und, dass die Verletzung bei Torjäger Jerome Müller weiterhin abklingt. "Wir wollen auf jeden Fall auch dieses Heimspiel wieder gewinnen", ist Bullacher kämpferisch.

Die zweite Mannschaft der Zweibrücker Löwen, die sich in den letzten Wochen bis auf den dritten Tabellenplatz der Saarlandliga vorgearbeitet hat, ist am Samstagabend um 20 Uhr beim TV Kirkel zu Gast. Spielfrei ist an diesem Wochenende die männliche A-Jugend der Zweibrücker Junglöwen in der Jugendbundesliga. Nicht zu verlegen war das Spitzenspiel in der RPS-Oberliga zwischen der männlichen B1 des SV und dem Tabellendritten VTV Mundenheim. Zwar führen die Jungs von Trainer Tony Hennersdorf mit 17:1 Punkten die Tabelle an, sie sind aber vom Ausfall einer ganzen Reihe verletzter Spieler betroffen. Die Verletzungen zogen sich die SV-Jungs am zurückliegenden Wochenende beim Länderpokal mit der Saarauswahl zu. Es erwischte Leonard Herrmann, Tom Grieser, Kian Schwarzer, Niklas Bayer, Tim Groß und Alessandro Lehr. Die Oberliga-Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken pausieren an diesem Wochenende. Das eigentlich für Samstag, 20 Uhr, terminierte Heimspiel der SV-Frauen gegen die SG DJK Marpingen-Alsweiler wird nicht stattfinden. Der Grund hierfür liegt in der erneuten Berufung Amelie Bergers in die Jugend-Nationalmannschaft. Das "HVS-Derby" in der RPS-Oberliga wird somit am Mittwoch, 15. April um 18.45 Uhr nachgeholt.