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Die VTZ Saarpfalz braucht am Samstag im Heimspiel gegen die TSG Haßloch dringend einen Sieg

Letzte Chance : Letzte Ausfahrt Pfalz-Derby?

3. Liga Süd: Die Handballer der VTZ Saarpfalz brauchen ein Handballwunder, um die Klasse zu halten. Ein Anfang wäre ein Heimsieg am Samstag gegen Haßloch.

Die Lage der Drittliga-Handballer der VTZ Saarpfalz ist vier Spieltage vor Rundenende fast aussichtslos. Angsichts von fünf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer benötigen die Saarpfälzer im Saisonendspurt höchstwahrscheinlich vier Siege in Folge, damit überhaupt die Möglichkeit besteht, die Klasse zu halten. Sprich: Die VTZ braucht ein Handball-Wunder. Am Samstag empfangen die Zweibrücker um 19 Uhr die TSG Haßloch zum Pfalzderby. Die TSG hat seit dem letzten Spieltag das Minimalziel Klassenerhalt sicher in der Tasche und kann befreit aufspielen.

Unzählige Schlachten haben die beiden Mannschaften in der Vergangenheit gegeneinander ausgefochten. Jahrelang waren Haßloch und die VTZ in der Regionalliga Südwest und in der Oberliga-RPS erbitterte Kontrahenten. Die Partien waren immer von Leidenschaft, großen Emotionen – und einer Menge Dramatik geprägt. Da verwundert es nicht, dass auch das Hinspiel bis in die Schlusssekunden nervenaufreibend war. Endstand damals: 23:23. VTZ-Toptorschütze Tom Paetow erzielte 30 Sekunden vor der Schluss-Sirene den Ausgleich.

Haßloch spielt eine Runde mit Höhen und Tiefen, konnte aber zuletzt zwei Siege in Folge feiern. Mit 25 Punkten auf der Habenseite liegt die TSG auf dem zehnten Tabellenplatz. Die große Stärke der Pfälzer ist die Defensive. Hinter den beiden Top-Teams aus Konstanz und Dansenberg stellt Haßloch die drittbeste Abwehr der 3. Liga Süd. Mit den starken Torhütern Daniel Schlingmann und Florian Pfaffmann verfügen sie zudem über ein sehr starkes Duo im Tor, das hervorragend mit der sehr stabilen Defensive harmoniert. Da auch die VTZ ihre Stärken im Defensivverbund hat, wird auch im Rückspiel eine Abwehrschlacht erwartet, bei der um jeden Treffer hart gekämpft werden muss.

Im Angriff spielen die von Tobias Job trainierten Haßlocher unaufgeregt und ruhig. Den einen Toptorschützen, den die VTZ ausschalten muss, um der HSG den Zahn zu ziehen, gibt es nicht. Die Last verteilt sich auf viele Schultern.

Für die VTZ wird es am Samstag darauf ankommen, an die gute Leistung aus der Partie beim TuS Fürstenfeldbruck anzuknüpfen, als die Zweibrücker dem Favoriten überraschend einen Punkt abtrotzen konnten. Die Vorfreude auf das Pfalz-Derby ist der Mannschaft von Trainer Danijel Grgic trotz der beinahe aussichtslosen Situation im Tabellenkeller anzumerken. Kapitän Philip Wiese, der zum Saisonende das Kapitel Handball als Spieler abschließen wird, wird nicht müde, die Partie gegen Haßloch als eines seiner „persönlichen Saisonhighlights“ zu bezeichnen. Aus Sicht der Zweibrücker bleibt zu hoffen, dass Wiese die Partie auch in positiver Erinnerung behalten kann. Mit einem Sieg könnten die Rosenstädter zudem das zarte Pflänzchen, das sich Hoffnung nennt, noch etwas am Leben halten.