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SV 64 Zweibrücken empfängt die HSG Worms

Alte Bekannte : SV 64 hat „richtig Bock“ auf das Spiel gegen Worms

SV 64 Zweibrücken: Herren spielen in Worms, Damen empfangen Budenheim, Junioren sind zu Hause doppelt gefordert.

Am Sonntag treten die Oberliga-Handballer des SV 64 Zweibrücken um 18 Uhr bei der HSG Worms an. Nach dem hohen Sieg gegen die HSG Eckbachtal (30:16) wollen die Zweibrücker an ihre gute Leistung anknüpfen und auch in Worms beide Punkte mitnehmen.

Auf dem Papier sind die viertplatzierten Zweibrücker gegen den Tabellenzehnten Worms Favorit. Doch der Schein trügt. Bereits im Hinspiel in der Ignaz-Roth-Halle taten sich die Löwen gegen die Rheinhessen extrem schwer. Damals stand nach einer dramatischen Schlussphase ein knapper 27:26-Heimsieg zu Buche. Und auch vor dem Rückspiel stehen die Vorzeichen im Lager der 64er nicht günstig. So musste SV-Trainer Stefan Bullacher unter der Trainingswoche ohne Benjamin Zellmer und Till Wöschler auskommen, die beruflich verhindert waren. Das Training am Dienstag fiel sogar komplett der dünnen Personaldecke zum Opfer. Eine gezielte Vorbereitung auf Worms war mit fünf Feldspielern unmöglich. Ein besonderes Augenmerk müssen die Löwen auf den Wormser Winterneuzugang Konstantin Herbert legen. Der Spielmacher kam nach der Hinrunde vom Drittligisten SG Leutershausen und überzeugt mit starken Leistungen.

Angesichts der eigenen guten Form fahren die Zweibrücker trotzdem mit einem positiven Gefühl in die Nibelungenstadt. Die Löwen verloren im Jahr 2019 nur unglücklich beim bereits feststehenden Meister TV Hochdorf und unter fragwürdigen Bedingungen beim TV Mülheim.

„Wir müssen uns in Worms ganz schön ranhalten, um etwas Zählbares mitzunehmen“, warnt SV-Rechtsaußen Philipp Hammann vor dem Gegner. Das Ziel für die restliche Saison ist für den schnellen Flügelspieler aber klar: „Wir wollen kein Spiel mehr verlieren“. Laut Hammann ist trotz des immer kleiner werdenden Kaders „die Stimmung gut in der Mannschaft“ und „wir haben alle richtig Bock auf das Spiel gegen Worms“. Das könnte auch daran liegen, dass das Spiel gegen die Rheinhessen immer ein Treffen mit alten Bekannten für die Zweibrücker ist. So hat HSG-Trainer Marco Tremmel mit Jakub Balaz und Alexander Eusterholz zwei ehemalige SVler in seinen Reihen. „Es ist immer schön, die beiden Jungs wiederzusehen und gegen sie anzutreten“, freut sich Hammann auf das Wiedersehen mit seinen früheren Teamkollegen.

Ebenfalls am Sonntag um 16 Uhr empfängt die erste Damenmannschaft des SV 64 Zweibrückens die SF Budenheim in der heimischen Ignaz-Roth-Halle. Trainer Rüdiger Lydorf erwartet eine umkämpfte Partie, bei der der Löwencoach auch nach zwei Niederlagen in Folge auf die Unterstützung der Zuschauer hofft. Das Hinspiel konnten die Zweibrückerinnen deutlich mit 32:24 gewinnen. Hierbei stach vor allem die überragende Katharina Koch heraus, die mit neun Toren beste Torschützin der Partie war.

Die Begegnung war nur eine von vielen guten Spielen in der Hinrunde. Momentan sieht die Situation jedoch etwas anders aus. Die 64er verloren die letzten beiden Begegnungen in Folge. Die Partie am vergangenen Wochenende gegen den Vorletzten Mundenheim war eines der schlechtesten Spiele der Saison. „Für uns gilt es endlich wieder die Tugenden, die uns die Saison über ausgezeichnet haben, zurück zu holen. Es sollte jedem bewusst sein, dass es nur eine tolle Saison werden kann, wenn wir jetzt die letzten vier Spiele mit Vollgas und dem Elan aus der Hinrunde angehen“, fordert Lydorf. Er warnt: „Budenheim ist eine sehr ausgeglichene und junge Mannschaft, die von der erfahrenen Diana Quilitzsch geführt wird. Es ist schwer, sich auf die Mannschaft einzustellen, da sie von allen Positionen torgefährlich ist und über eine gute erste Welle verfügt“.

Die seit sieben Spielen sieglosen A-Junioren des Vereins sind in der Bundesliga am Wochenende doppelt gefordert. Am Samstag empfängt die Mannschaft von Trainer Klaus Peter Weinert den Tabellenfünften HSG Konstanz in der Ignaz-Roth-Halle. Am Sonntag um 14 Uhr bekommt es die Zweibrücker an gleicher Stelle mit dem Spitzenreiter Rhein-Neckar-Löwen zu tun.