1. Pfälzischer Merkur

Film zu Motorradunfall von Zweibrücken läuft bei "Aktenzeichen XY"

Polizei hofft auf Hinweise durch „Aktenzeichen XY...ungelöst“ : Tödlicher Motorradunfall von Zweibrücken erneut Thema im ZDF

Im Fall des tödlichen Motorradunfalls auf der A 8 bei Zweibrücken-Ernstweiler vor zwei Jahren unternimmt die Polizei einen weiteren Versuch den geflüchteten Unfallverursacher ausfindig zu machen.

Dazu wird in der ZDF-Fernsehsendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ am 14. Oktober erneut ein Fahndungsaufruf ausgetrahlt. Das gab die zuständige Polizeidirektion Pirmasens per Pressemitteilung bekannt. Ein Zweibrücker Ermittler wird dazu Gast der Sendung sein und die wesentlichen Aspekte des Falls einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Schon unmittelbar nach dem tödlichen Unfall, hatte der Zweibrücker Polizeichef Matthias Mahl den Fall in der ZDF-Sendung geschildert.

Die Redaktion der ZDF-Kriminalsendung hat darüberhinaus das Unfallgeschehen als Filmfall professionell nachdrehen lassen. Der Clip beleuchtet auch die letzten Tage im Leben des 13-jährigen Jungen, der bei dem Motorradunfall tödlich verunglückte. Der Junge hatte auf dem Sozius-Sitz des Motorrads gesessen, als der Unfall passierte. Der damals 37-jährige Motorradfahrer und Stiefvater des verunglückten Kindes überlebte schwer verletzt, das Zweirad ging in Flammen auf.

Weil der Lenker/die Lenkerin des unfallverursachenden Fahrzeugs damals vom Unfallort in Richtung Saarland flüchtete, suchte die Polizei schon vor zwei Jahren über die ZDF-Sendung nach Hinweisen. Insgesamt gingen damals über 350 Hinweise ein.

Nach Zeugenaussagen fahndete die Polizei nach einer weißen E-Klasse Limousine der Marke Mercedes-Benz, dazu überprüfte sie in Zusammenarbeit mit anderen Behörden rund 500 Fahrzeuge – ohne Erfolg: Trotz aufwendiger Suche konnte bis heute weder das Fahrzeug gefunden, noch die für den Unfall verantwortliche Person ermittelt werden. Die Ermittlungen waren im März dieses Jahres eingestellt worden.

Von der XY-Ausstrahlung vor einem breiten Publikum erhofft sich die Polizeiinspektion Zweibrücken nun neue Hinweise.