Fohlen beißen in der letzten Minute zu

Fohlen beißen in der letzten Minute zu

Mönchengladbach. Noch Minuten nach dem Abpfiff standen Manuel Zeitz und Muhittin Bastürk im Mittelkreis des Grenzlandstadions. Die Freunde aus gemeinsamen B-Jugend-Tagen beim 1. FC Saarbrücken bewerteten das 1:1 (0:1) zwischen Borussia Mönchengladbach II und dem FCS in der Fußball-Regionalliga West unterschiedlich

Mönchengladbach. Noch Minuten nach dem Abpfiff standen Manuel Zeitz und Muhittin Bastürk im Mittelkreis des Grenzlandstadions. Die Freunde aus gemeinsamen B-Jugend-Tagen beim 1. FC Saarbrücken bewerteten das 1:1 (0:1) zwischen Borussia Mönchengladbach II und dem FCS in der Fußball-Regionalliga West unterschiedlich. "In der zweiten Hälfte haben wir mutiger gespielt und uns das Tor verdient", sagte Gladbachs Bastürk. Der Saarbrücker Zeitz erklärte gefrustet: "Das ist ganz bitter, ein Gegentor in der letzten Minute."

Es waren kaum noch mehr als 20 Sekunden der regulären Spielzeit übrig, als Dennis Dowidat den sechsten Eckball für die Gastgeber vor das FCS-Tor brachte. Zwei Mal verlängert kam der Ball zum langen Pfosten, wo Roman Neustädter 30 Zentimeter über der Grasnarbe das Leder per Kopfball ins Tor beförderte. "Da gibt es keine Schuldzuweisung", sagte FCS-Trainer Dieter Ferner.

Guten Fußball hatten 616 Zuschauer in Halbzeit eins gesehen. In der 11. Minute konnten die 400 FCS-Fans jubeln. Nach einem Abschlag von Torwart Enver Marina behinderten sich Tim Haubach und Bastürk. Stürmer Markus Fuchs nutzte das, schob aus 14 Metern ein. "Klar ist das ein schöner Lauf", sagte er zum vierten Tor im dritten Spiel. Aber drei Punkte wären ihm lieber gewesen. Warum es nicht zum Sieg reichte? Der FCS vergab zu viele Chancen. Fuchs (14. Minute), Nabil Dali (17.) und Zeitz (41.) verfehlten knapp, Nico Weißmann traf das Aluminium (24.). Der Mittelfeldspieler sah nach einer Stunde wegen eines Schubsers die fünfte Gelbe Karte. Er wird im Heimspiel gegen Waldhof Mannheim am kommenden Samstag, 14 Uhr, fehlen.

Nach dem Wechsel "wollten wir sie eigentlich weiter unter Druck setzen", erklärte FCS-Angreifer Velimir Grgic die Vorgabe, "aber wir haben es kaum noch geschafft, uns Chancen zu erspielen". Ein Kopfball von Zeitz (61.), ein Schuss von Fuchs (78.) und eine Chance von Caner Metin (83.), als Torwart Frederic Löhe den Ball nach einem Schuss von Zeitz nicht festhalten und Metin im Nachsetzen nicht an Löhe vorbei kam. Das war es. Aber auch Gladbach hatte bis zum 1:1 keine große Chance. "Wir müssen einfach dieses zweite Tor machen . . . ", haderte Ferner.

Der FCS tritt morgen, 19 Uhr, im Saarlandpokal-Viertelfinale bei Saarlandligist SV Mettlach an.

"Wir müssen einfach dieses zweite Tor machen . . . "

Dieter Ferner, Trainer des 1. FC Saarbrücken

Auf einen Blick

Der FCS wird gegen den Saarlandligisten angesichts der anstehenden englischen Wochen einige Spieler schonen und Akteuren aus der zweiten Reihe Spielpraxis geben. Im Tor wird Michael Müller stehen. cor