Umweltskandal in Wallerfanger Wasserschutzgebiet

Umweltskandal in Wallerfanger Wasserschutzgebiet

Wallerfangen. Öl tropft aus einem alten Radlader. Eine dicke Plane fängt die schwarze Flüssigkeit auf und leitete sie in eine Plastikwanne. All das steht auf einer grünen Wiese am Ortsrand von Wallerfangen - in einem Wasserschutzgebiet.Das Gelände hinter einer Schreinerei ist nicht Privateigentum sondern vom Wasserzweckverband der Gemeinde Wallerfangen gepachtet

Wallerfangen. Öl tropft aus einem alten Radlader. Eine dicke Plane fängt die schwarze Flüssigkeit auf und leitete sie in eine Plastikwanne. All das steht auf einer grünen Wiese am Ortsrand von Wallerfangen - in einem Wasserschutzgebiet.Das Gelände hinter einer Schreinerei ist nicht Privateigentum sondern vom Wasserzweckverband der Gemeinde Wallerfangen gepachtet. In dieser scheinbar natürlichen Idylle waren im Juli 2011 das Landeskriminalamt (LKA) sowie das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz im Einsatz. Denn im Boden steckten unerlaubt vergrabene Plastikabfälle, in einem Haufen Holzspäne fanden sich alte Reifen und in einem angrenzenden Feuchtgebiet leere Farbeimer, Glas und entsorgte Elektrogeräte. Die Gemeinde Wallerfangen verweist darauf, dass die Staatsanwaltschaft ihre Arbeiten noch nicht abgeschlossen habe. Ein Anruf bei der Staatsanwaltschaft in Saarbrücken führte zu Pressesprecher Thomas Reinhardt. Die Angelegenheit sei "in der Bearbeitung", sagte der Staatsanwalt. "Ich kann Ihnen dazu noch keine Auskunft geben." In den nächsten Tagen vielleicht. Bis dahin tropft weiter Öl aus dem Radlader. Bei Starkregen läuft die Wanne mit öligem Wasser über, und Schadstoffe haben Zeit, sich weiter im Wasserschutzgebiet auszubreiten. az