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Über zehn Stunden bis zum Ziel

Über zehn Stunden bis zum Ziel

St. Wendel. In einem spannenden, mehr als zehn Stunden dauernden Wettkampf in Regensburg, der über die Ironman-Distanz - das sind 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42,2 Kilometer Laufen - führte, hat sich der St. Wendeler Daniel Schallmo einen Startplatz für die Triathlon-Weltmeisterschaft am 13. Oktober in Kailua-Kona auf Hawaii gesichert

St. Wendel. In einem spannenden, mehr als zehn Stunden dauernden Wettkampf in Regensburg, der über die Ironman-Distanz - das sind 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42,2 Kilometer Laufen - führte, hat sich der St. Wendeler Daniel Schallmo einen Startplatz für die Triathlon-Weltmeisterschaft am 13. Oktober in Kailua-Kona auf Hawaii gesichert.

1250 Athleten am Start

Regensburg ist einer von weltweit 31 Wettkämpfen über die Ironman-Distanz, bei denen insgesamt 77 000 Athleten und Athletinnen versuchen, sich einen der 1800 Startplätze für die Triathlon-WM auf Hawaii zu erkämpfen. In Regensburg standen am Sonntag etwa 1250 Athleten aus 54 Nationen an der Startlinie am Guggenberger See. Sie stürzten sich um sieben Uhr ins Wasser, um 50 zu vergebene Hawaii-Startplätze unter sich aufzuteilen.

Der 54 Jahre alte Daniel Schallmo vom Tritronic Team St. Wendel verließ nach 1:01,16 Stunden als Zweiter seiner Altersklasse das Wasser. Nach 180 Kilometern und 5:23 Stunden auf dem Rad wechselte er dann als Schnellster seiner Altersklasse auf die Laufstrecke - eigentlich Schallmos stärkste Disziplin. Aber auf Grund fehlender Trainingskilometer wegen einer langwierigen Innenband-Verletzung ging der ehemalige Leistungsturner und Leichtathlet die Marathonstrecke in einem vorsichtigen Tempo an. Dann aber begannen sich die Oberschenkelmuskeln zu melden - und der Zeitschnitt ging Kilometer für Kilometer nach oben. "Ich dachte eine Zeit lang, dass gleich der Stillstand kommt", erklärte Schallmo, der seine Führung verlor.

Nach 35 Laufkilometern konnte er aber noch einmal alle Reserven mobilisieren. Die Kilometer-Schnitte gingen wieder nach unten - und Schallmo erreichte das Ziel als Zweiter in 10:08,26 Stunden hinter dem bereits zuvor für die WM qualifizierten Belgier Christian Meuser (10:05,53 Stunden) und vor dessen Landsmann Luc Geerts (10:08,59 Stunden). Damit hatte der St. Wendeler sein Ticket für die Triathlon-Weltmeisterschaft auf Hawaii gelöst.

Das Rennen gilt auf Grund der hohen Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius und der starken Winde als einer der härtesten Ausdauerwettkämpfe der Welt. Bereits sieben Mal hat Schallmo den Ironman auf Hawaii absolviert. 1995 brachte er sogar einen Ultraman (zehn Kilometer Schwimmen, 421 Kilometer Radfahren und 84 km Laufen) auf der Pazifik-Insel hinter sich. Dabei erreichte er in einer Zeit von 23:45,24 Stunden Rang zwei. red

ironmanregensburg.de