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Hungermarsch rund um den Wendelinushof

Hungermarsch rund um den Wendelinushof

Der Hungermarsch des Jochen-Rausch-Zentrums steht seit vielen Jahren im Veranstaltungskalender von St. Wendel. Am Sonntag machten sich rund 100 Wanderer nach einem Gottesdienst in der Missionshauskirche wieder auf den Weg. Die Spenden sind diesmal für Hilfsprojekte in Südindien bestimmt.

St. Wendel. Das Motto des Hungermarsches des Jochen-Rausch-Zentrums "Wandern für die Andern" hat in all den Jahren, in denen der Marsch organisiert wird, nichts an Aktualität eingebüßt. Die Andern - das sind die vielen Tausend Menschen, die mit den Spendengeldern der Menschen unterstützt werden, die bei den Märschen mitgehen oder die auch das Jahr über ihre Geldbeutel vor der Armut nicht verschlossen halten. Beim jüngsten Hungermarsch am Wochenende war um Spenden für den weiteren Ausbau der St.-Josephs-Highschool und für den Bau von kleinen Häusern für Witwen in Südindien gesammelt worden.400 Gläubige feierten um elf Uhr die heilige Messe in der Kirche des Missionshauses mit, der Pater Roberto Alda vorstand. Danach formierten sich etwa 100 Männer, Frauen und Kinder vor dem Gotteshaus zu einem Zug, um bei herrlichem Herbstwetter einen einstündigen Weg rund um den Wendelinushof unter die Sohlen zu nehmen. Theresia Schneider war eine von ihnen. "Ich möchte mich über die Arbeit des Jochen-Rausch-Zentrums informieren", sagte sie, "und ich möchte spenden und dadurch etwas Gutes tun, denn ich habe erfahren, dass die Gelder dort ankommen, wo sie gebraucht werden." Leander Schnur hatte sich, wie er erzählte, ganz spontan entschieden, beim Hungermarsch dabei zu sein, "weil ich von dieser guten Sache voll überzeugt bin". Seit Jahren schon engagiert sich Michael Werth bei den Dritte-Welt-Aktionen in Alsweiler. "Von daher besteht für mich schon eine gewisse Verbundenheit mit den Armen, besonders auch mit dem St. Wendeler Hungermarsch."

Organisator Peter Adams freute sich über die starke Teilnahme und die Spendenbereitschaft. "Der Marsch ist immer ein schönes Gemeinschaftserlebnis. Die Menschen machen sich gemeinsam auf den Weg, um sich auf diese Weise für die Armen einzusetzen", lobte er. Am frühen Nachmittag waren die Wanderer zurück und trafen sich zum Abschluss im Bildungshaus des Missionshauses. Dort gab es viele Informationen zu den einzelnen Projekten. gtr

Wer am Sonntag nicht mitwandern konnte und die Hilfsprojekte in Indien trotzdem unterstützen möchte, kann seine Spende auf das Konto des Jochen-Rausch-Zentrums überweisen, KSK St. Wendel, Kontonummer 8 46 16, Bankleitzahl 592 510 20.