1. Saarland

Jeder Cent unterstützt die Ärmsten

Jeder Cent unterstützt die Ärmsten

St. Wendel/Duraikudieruppu. So langsam packt Peter Adams aus St. Wendel, Projektleiter der Indienhilfe des Jochen-Rausch-Zentrums St. Wendel, seinen Koffer. Am 8. Dezember fliegt er für neun Wochen auf eigene Kosten nach Südindien. Vor Ort schaut er sich um, was mit den Spendengeldern aus dem Saarland getan wird.Zwei Kinderheime unterstützt das Jochen-Rausch-Zentrum

St. Wendel/Duraikudieruppu. So langsam packt Peter Adams aus St. Wendel, Projektleiter der Indienhilfe des Jochen-Rausch-Zentrums St. Wendel, seinen Koffer. Am 8. Dezember fliegt er für neun Wochen auf eigene Kosten nach Südindien. Vor Ort schaut er sich um, was mit den Spendengeldern aus dem Saarland getan wird.Zwei Kinderheime unterstützt das Jochen-Rausch-Zentrum. Ein weiteres in Duraikudieruppu wird durch die Pfarreiengemeinschaft Oberthal finanziert. Die laufenden Kosten werden bei allen drei Heimen über Patenschaften abgedeckt. Jeder Pate zahlt dabei einen monatlichen Beitrag, beim Jochen-Rausch-Zentrum sind es 20 Euro. Damit werden Unterkunft, Verpflegung und Schulbesuch eines Kindes finanziert.

Darüber hinaus unterstützt die Indienhilfe weitere Hilfsprojekte. Dieses Geld kommt von kleinen und großen Einzelspenden sowie aus dem Erlös des jährlichen Hungermarsches. Insgesamt sind hier in diesem Jahr 19 000 Euro zusammengekommen.

Dieses Geld fließt in drei Hilfsprojekte. So werden für etwas mehr als 5000 Euro zwei weitere Häuser für arme Witwen gebaut. Die Häuser sind schon im Bau. Peter Adams wird sie bei seinem Besuch einweihen.

Geld kommt auch erneut der St.-Josephs-High-School in Duraikudieruppu zugute. Die Erweiterung der Schule mit sechs neuen Klassenräumen im ersten Stock und dem dafür notwendigen Treppenaufgang ist laut Adams soweit fertig. Die Schule besuchen mittlerweile rund 350 Kinder. Diese werden von der fünften bis zehnten Klasse in tamilischer Sprache unterrichtet. Bildung, so Adams, ist der einzige Weg aus der Armut.

Deshalb unterstützt das Jochen-Rausch-Zentrum auch den Neubau der kleinen Dorfschule neben dem St.-Michaels-Kinderheim in Vijaya Achampadu. Die bisherige alte Schule war nicht mehr als eine zugige Scheune, die Kinder aus Tagelöhnerfamilie saßen beim Unterricht auf dem Boden.

Mittlerweile sind die Arbeiten für den Neubau angelaufen, der Grundstein ist gelegt. "Im Februar könnte die Schule fertig sein", freut sich Peter Adams. Der Neubau kostet für deutsche Verhältnisse nur 16 500 Euro. Einen 70-prozentigen Zuschuss gibt das saarländische Wirtschaftsministerium, der Rest kommt von der Aktion Hungermarsch des Jochen-Rausch-Zentrums.

Seinen Aufenthalt in Indien wird Adams auch für einen Abstecher nach Westbengalen nutzen. Dort feiert eine Dorfschule ihr 25-jähriges Bestehen. In dieser Schule werden seit einem Vierteljahrhundert Kinder der Sanatal, eines Ureinwohner-Stammes, in ihrer Muttersprache unterrichtet, bevor sie dann in eine bengalisch sprechende Schule gehen. Adams hat dieses Schulprojekt mit gefördert. Vor einiger Zeit seien einige Dorfbewohner in St. Wendel zu Gast gewesen und hätten in der evangelischen Stadtkirche über ihre Kultur und ihr Leben mit Tänzen und Bildern berichtet.

Auch wenn der Hungermarsch 2011 vorbei ist, die Indienhilfe des Jochen-Rausch-Zentrums freut sich über weitere Spenden und Patenschaften.

Die alte Dorfschule muss der neuen weichen. Fotos: Arul
Blick in die alte Schule im Januar 2011. Foto: Scharf

Das Spendenkonto: Jochen-Rausch-Zentrum, Aktion Hungermarsch, Kreissparkasse St. Wendel, Bankleitzahl 59 25 10 20, Kontonummer: 8 46 16.