Barockmusik zum Festkonzert

St. Wendel. Der Chor der Wendelinusbasilika stellte in seinem diesjährigen Festkonzert drei Werke des süddeutschen Barocks vor: Mit einem Psalm von Pachelbel, einem Magnificat von Fux und einer Messe von Biber brachte er unter Kantor Stefan Klemm, unterstützt von Solisten und Instrumentalisten, eine große Leistung, die vollen konzentrierten Einsatz erforderte

St. Wendel. Der Chor der Wendelinusbasilika stellte in seinem diesjährigen Festkonzert drei Werke des süddeutschen Barocks vor: Mit einem Psalm von Pachelbel, einem Magnificat von Fux und einer Messe von Biber brachte er unter Kantor Stefan Klemm, unterstützt von Solisten und Instrumentalisten, eine große Leistung, die vollen konzentrierten Einsatz erforderte.Doppelchöriger Psalm Bei dem doppelchörigen Psalm 100 "Jauchzet dem Herrn" von Johann Pachelbel war der eine Chor durchaus stilgerecht den "Favoriten" anvertraut: Ursula Herzel (Sopran), Angela Lösch (Alt), Manuel Horras (Tenor) und Johannes Hautz (Bass) wurden dabei von solistisch besetzten Streichern farbig unterstützt. Das Wechselspiel von großem und kleinem Ensemble funktionierte ausgezeichnet. Weniger bekannt, aber schön zu hören war das "Magnificat" des Österreichers Johann Joseph Fux. Das Werk lebte von den stets unterschiedlichen Kombinationen von Solosängern miteinander, mit Trompeten- beziehungsweise Violinduo oder mit dem großen Chor. Eine überraschend ähnliche Formensprache fand sich in der "Missa Sancti Henrici", mit welcher der Salzburger Komponist Heinrich Ignaz Franz Biber von Bibern den sächsischen Kaiser Heinrich II. als Patron eines Benediktinerinnenklosters ehrte. Chor sang fünfstimmigDer Chor sang fünfstimmig, und zum Quartett gesellte sich Susanne Eisenhuth als zweiter Sopran. Wenige Stellen gaben den Solisten etwas mehr Raum wie das "Domine Deus" dem Bass und das "Et incarnatus" dem ersten Sopran im sublimen Terzett mit zwei Violinen, alle fünf zeichneten sich vor allem durch die hohe Kunst des Miteinandersingens aus. Höhepunkte des Chores waren die leise Dramatik des "Crucifixus" und der Glanz einer von Trompeten umspielten kraftvollen Deklamation des "Et resurrexit". Der Schlussteil des "Agnus Die" erlaubte den Sängerinnen und Sängern eine prächtige dynamische Steigerung, während Dirigent Klemm generell auf klug dosierte Dynamik achtete. Mit dem Kammerorchester Resonanz unter Konzertmeisterin Martha Hemkemeier hatte er eine musizierfreudige und doch hochdisziplinierte Truppe gewonnen. Altvertraut und zuverlässig wie immer: Stefan Kunz am Orgelpositiv.