Nordsee-Atmosphäre im Zoo

Neunkirchen. Wer es liebt, Jungtiere der verschiedensten Art zu beobachten, der ist in diesem Monat im Zoo genau richtig. Denn jede Menge Nachwuchs wartet da. So sind in dem Aufzucht-Horst der Falknerei aktuell vier Sakerfalken und vier Lannerfalken zu sehen, die Mitte April auf die Welt kamen. Am 15. Mai hatten sich dann noch zwei Steppenadler dazugesellt

Neunkirchen. Wer es liebt, Jungtiere der verschiedensten Art zu beobachten, der ist in diesem Monat im Zoo genau richtig. Denn jede Menge Nachwuchs wartet da. So sind in dem Aufzucht-Horst der Falknerei aktuell vier Sakerfalken und vier Lannerfalken zu sehen, die Mitte April auf die Welt kamen. Am 15. Mai hatten sich dann noch zwei Steppenadler dazugesellt. Sie werden hier gefüttert und aufgezogen. "So schön kann man das sonst nirgendwo sehen", ist sich Fritsch sicher. Wenn die Tiere groß sind, kommen sie entweder ins Flug- oder Zuchtprogramm oder werden gegen andere Tiere getauscht. In private gute Hände weggegeben werden dagegen schon mal kleine Hängebauchschweine. Auch hier gab es kürzlich wieder einen Wurf. Die Kleinen kann man im Ferkel-Streichel-Gehege hautnah erleben. Und auch zwei Quessantschafe, die kleinen Schafe der Welt, gibt's neu im Zoo. Im Zoo auf Wanderschaft - "sozusagen im zooeigenen Beweidungsprojekt" - sind die Thüringer Waldziegen. Sie bekommen neben dem Grünfutter von den stadteigenen Wiesen beispielsweise im Altseiterstal an den verschiedensten Flächen im Zoo ständig was Neues geboten. So sind sie auch mal oberhalb der Seehunde zu finden, wo sie dafür sorgen, dass die Fläche nicht verbuscht. Unterschlupf finden die "Hilfskräfte für den Gärtner" dann unter anderem im ehemaligen Kassenhäuschen beim Notausgang. Einige Tierchen-wechsel-dich-Aktionen stehen an. So kommen die Sika-Hirsche gegenüber in das Gehege der Bentheimer Landschafe. Die finden Platz in dem der Thüringer Waldziegen, die ihre Zukunft im künftigen Haustierhege, das jetzt die Alpakas bewohnen, finden werden. Ihr neues Zuhause sollen die Sika-Hirsche durch eine Passage über mehrere Tage stressfrei in Besitz nehmen können. Der Umzug der Hirsche ist notwendig, weil durch ihr jetziges Gehege der Weg um die künftige Raubtieranlage führt, wo zuerst im März/April die Elefanten-Plastinate stehen werden (wir berichteten). Zu den Ausstellungsstücken soll es einen Weg geben. Angefangen hat man mit der Trasse bereits. Umgezogen ist auch Trampeltier Pascha mit Mama Burkina (wir berichteten). Die Flasche kriegt er immer noch, allerdings entfällt mittlerweile die Drei-Uhr-Fütterung, die letzten zwei Liter Milch des Tages gibt es jeweils um 23 Uhr. ji

Auf einen BlickWie am Meer kann man sich jetzt im Zoo fühlen. Oberhalb der Seehunde gibt es eine Sandfläche. Auf der stehen Strandkörbe. Die hat die Firma Cronau aus Homburg gespendet. Wie Zoodirektor Norbert Fritsch erzählt, hat er einen Rundgang mit der Geschäftsführung gemacht, hat von seinen Vorstellungen erzählt. Das gefiel so gut, dass man zugesagt hat, das verstärkte Engagement für den Zoo mit einer Spende von 1000 Euro zu beginnen - für vier Strandkörbe. "Richtiges Urlaubsfeeling gibt es jetzt hier", freut sich Fritsch. Mit Seehunden, Vögeln und Felsen könne man sich wie am Ostseestrand fühlen. ji