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Prägend für das öffentliche Leben

Prägend für das öffentliche Leben

Neunkirchen. Traditionsgemäß traf sich der Verkehrsverein am Mittwochabend zu seiner Hauptversammlung an einem Ort, der der Öffentlichkeit nicht ständig zugänglich ist: im "Braustübchen" der ehemaligen Brauerei. Es galt, Rechenschaft abzulegen, zu wählen und den Blick nach vorn zu richten

Neunkirchen. Traditionsgemäß traf sich der Verkehrsverein am Mittwochabend zu seiner Hauptversammlung an einem Ort, der der Öffentlichkeit nicht ständig zugänglich ist: im "Braustübchen" der ehemaligen Brauerei. Es galt, Rechenschaft abzulegen, zu wählen und den Blick nach vorn zu richten.Für Werner Spaniol, der als Chef des kommunalen Energieversorgers KEW erst jüngst in verschiedene andere Gremien berufen wurde, war es der letzte große Auftritt. Aus Zeitmangel gab er den Vorsitz nach gut acht Jahren ab. In seinem letzten Rechenschaftsbericht arbeitete er noch einmal heraus, wie engagiert der Verkehrsverein das öffentliche Leben in Neunkirchen prägt. Beim Weihnachtsmarkt auf dem Stummplatz, beim Adventskonzert in der Marienkirche, bei der Messe, beim Oktoberfest mit Mantelsonntag, beim Musical-Projekt, beim Neunkircher Frühling, bei der Ausstellung "Altes Hallenbad", beim Flohmarkt - stets war der Verkehrsverein entweder federführender Veranstalter oder zumindest in hohem Maße beteiligt. Werner Spaniol sprach aber auch die problematischen Leerstände an einer besonders markanten Ecke des Stadtzentrums an. "Die Bliespromenade darf nicht verwahrlosen", forderte er. Am Ende seiner Amtszeit wertete er das "eheähnliche Verhältnis" zwischen Stadt und Verkehrsverein als ausgesprochen positiv. Auch die Zusammenarbeit mit dem Schutzverein sei gut. Man müsse aber bald vom Reden ins Umsetzen übergehen, um zu einer festen Kooperation oder gar einem Zusammenschluss zu kommen.Das Veranstaltungspaket war nicht zum Nulltarif zu haben. Knapp 142 000 Euro gab der Verkehrsverein 2008 dafür aus. Doch Schatzmeister Heinz Neis und der übrige Vorstand holten diesen Betrag wieder herein - durch Beiträge der knapp 160 Mitglieder, durch Sponsoring, Standgebühren und Eintrittsgelder. So blieb das 100 000-Euro-Polster des Vereins unangetastet.Die Wahlen gingen zügig und allesamt ohne Gegenstimmen über die Bühne. Dem neuen Vorsitzenden Sascha Ahnert, der in leitender Funktion bei der Sparkasse ist, stehen als Vize Otto Dietz, als Schriftführer Jörg Welter und als Schatzmeister Heinz Neis zur Seite. Acht teils bewährte, teils neue Beisitzer machen das Führungsteam komplett.Zum Finale analysierten Fritz Decker und der Geschäftsführer der Kulturgesellschaft, Peter Bierbrauer, faktenreich die Neunkircher Zukunftsaussichten.