1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. Nohfelden

Rund 1000 Fans haben Guildo lieb

Rund 1000 Fans haben Guildo lieb

Bosen. Die "Orthopädischen Strümpfe" sind schon auf der Bühne. Die Hausband von Guildo Horn mit ihrem charismatischen Frontman August Schrader, den alle als den "Westfälischen Saftschinken" kennen, spielt die ersten Töne. Es ist 20.15 Uhr. Im Bosaarium - wegen des Wetters wurde das Konzert kurzfristig nach drinnen verlegt - warten rund 1000 Fans auf den Meister

Bosen. Die "Orthopädischen Strümpfe" sind schon auf der Bühne. Die Hausband von Guildo Horn mit ihrem charismatischen Frontman August Schrader, den alle als den "Westfälischen Saftschinken" kennen, spielt die ersten Töne. Es ist 20.15 Uhr. Im Bosaarium - wegen des Wetters wurde das Konzert kurzfristig nach drinnen verlegt - warten rund 1000 Fans auf den Meister. Wenige Minuten später steht er auf der Bühne - mit großer Sonnenbrille, organgem Rüschenhemd, grellem Blümchenmuster-Anzug und seinen berühmten hohen Schuhen. Gleich von Beginn an zeigt er vollen Körpereinsatz. Er singt "Ich find Schlager toll", tanzt und tritt eben mal den Mikrofonständer um. Den braucht er nicht. Tour-Managerin Stephanie Doherty, die Horn "Prinzessin Stefanie" nennt, räumt ihn schnell zur Seite. Der Meister hält sein Mikro in der Hand, wirbelt über die Bühne. Nach dem zweiten Lied - "Wunder gibt es immer wieder" - ist er nass geschwitzt. Um 20.30 Uhr hat er sich schon Jacke und Hemd entledigt.Horn zelebriert seine Konzerte, lebt die Musik. Und das, obwohl er zu Hause meist gar keine Musik hört und die Ruhe genießt. Davon ist am Fronleichnamsabend nichts zu spüren. Das, was er vorlebt, verlangt er auch von seinem Publikum. Und das macht eifrig mit. Die Fans jeden Alters singen, klatschen, jubeln - und gehen sogar in die Hocke, weil das der Meister so will. Er bindet die Fans immer wieder ein, reagiert auf das Publikum - und geht auf Tuchfühlung. Bei "17 Jahr, blondes Haar" bahnt er sich einen Weg durch die Menge. Am Technik-Turm singt er weiter, lässt die Kinder auf die Bühne. "Was kann ich für Dich tun", fagt er die kleine Mira - und die lässt sich prompt den Autogramm-Wunsch erfüllen. "So viel Zeit muss sein", sagt Horn, unterschreibt und unterhält sich mit dem jungen Fan. Dann geht es weiter mit dem Schlager-Programm, eineinhalb Stunden vollgepackt mit Energie, Witz und deutscher Musik. "Moskau", "Tränen lügen nicht", "Die kleine Kneipe" oder "Aber bitte mit Sahne" - Horn, der den Schlager in den 90er Jahren reaktiviert hat, bietet einen Querschnitt der Hitparade von damals. Und erst mit der Zugabe hören die Fans das Grand-Prix-Lied, auf das alle gewartet haben: "Guildo hat Euch lieb." Und wie lieb die Fans ihren Guildo haben, das zeigen sie mit frenetischem Beifall. Nach zwei Zugaben und einer langen Verabschiedungs-Zeremonie ist dann aber endgültig Schluss.