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Winzige Leichtgewichte im smaragdfarbenen Kleid

Winzige Leichtgewichte im smaragdfarbenen Kleid

Neunkirchen ist wohl der erste deutsche Zoo, in dem Smaragd-Langschwanzeidechsen geschlüpft sind. Die seltenen Kriechtierchen stammen ursprünglich von einer Inselgruppe bei Japan.

Gleich zwei neue Smaragd-Langschwanzeidechsen kann der Neunkircher Zoo begrüßen. Wie der Zoo jetzt mitgetielt hat, sind die Jungtiere Ende Januar nach 41 und 42 Tagen aus zwei kurz vor Weihnachten gelegten Eiern geschlüpft. Das hat der Zoo gestern mitgeteilt. Mit dem smaragdgrünen Nachwuchs ist dem Neunkircher Zoo die wahrscheinlich erste deutsche Zoo-Erstzucht gelungen. Er ist eine von nur zwei öffentlichen zoologischen Einrichtungen unter den Mitgliedszoos im europäischen Zoo- und Aquarienverband, die die Smaragd-Langschwanzeidechsen zeigen.

Die zwei Jungtiere im Neunkircher Zoo sind etwa zweieinhalb Zentimeter lang und wiegen weniger als ein halbes Gramm. Sie können bis zu 30 Zentimeter lang werden. Eine Besonderheit ist vor allem ihr Schwanz, der oft fast fünfmal länger als der gesamte Körper ist. Ursprünglich stammen die seltenen Tiere aus den Busch- und Graslandschaften nördlichen und zentralen Ryukyu-Archipels (Okinawa-, Amami- und Tokara-Gruppe) - eine Inselgruppe, die zu Japan gehört. Sie ernähren sich von Fruchtfliegen, weißen Asseln und anderen kleinen Insekten.

Die Smaragd-Langschwanzeidechsen werden erst seit knapp über einem Jahr im Neunkircher Zoo gehalten und stammen aus der Privatzucht von Patrick Schönecker, Leiter der Regionalgruppe Saar-Pfalz der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde. Zur weiteren Aufzucht befinden sich die beiden Jungtiere derzeit noch hinter den Zookulissen. Die Elterntiere sind aber weiterhin in einer vierköpfigen Gruppe in der Kleinen Tropenhalle im Affenhaus zu sehen.