Plakat-Wahlkampf ohne Pause

Neunkirchen. Nach der Wahl ist vor der Wahl. Zu ersehen daran, dass nur wenige Tage nach der Kommunalwahl an den Plakatwänden bereits CDU-Slogans für die Landtagswahl am letzten August-Sonntag prangen. Koordiniert von der Saarbrücker CDU-Landesgeschäftsstelle, nicht von den Neunkircher Christdemokraten, wie deren Chef Karl Albert versichert

Neunkirchen. Nach der Wahl ist vor der Wahl. Zu ersehen daran, dass nur wenige Tage nach der Kommunalwahl an den Plakatwänden bereits CDU-Slogans für die Landtagswahl am letzten August-Sonntag prangen. Koordiniert von der Saarbrücker CDU-Landesgeschäftsstelle, nicht von den Neunkircher Christdemokraten, wie deren Chef Karl Albert versichert. Obwohl das saarländische Oberverwaltungsgericht die Plakatwerbung auf einen Zeitraum von sechs Wochen vor dem Wahltermin beschränkt. Und obwohl die Neunkircher Parteien sich über eine "patriotische Lösung" einig waren: Die vorübergehend verwaisten Politwerbefläche sollten der Imagewerbung für die Stadt Neunkirchen dienen. Das erspart den eigentlich fälligen Abbau und Wiederaufbau der Plakatwände. Die Parteien haben der erforderlichen Erhöhung des Haushaltstitels "Öffentlichkeitsarbeit" um einige Tausend Euro schon vor Wochen zugestimmt, die Pro-Neunkirchen-Plakate sind gedruckt und sollen jetzt vom städtischen Betriebshof geklebt werden. Mit dem Schicksal der bereits angebrachten Landtagswahlwerbung befasst sich nun das Ordnungsamt im Rathaus. Dessen Leiter Bernd Kolling zeigte sich gestern überrascht - bei seinem Amt als zuständiger Genehmigungsinstanz ist offenbar nicht wegen der verfrühten Plakatierung angefragt worden. gth