Solidarität ohne Grenzen

Solidarität ohne Grenzen

St. Ingbert. Er ist gewissermaßen ein Kind der vor Kurzem gefeierten Partnerschaft zwischen St. Ingbert und Saint Herblain, der Verein "Freundschaft St. Ingbert-N'Diaganiao/Senegal". Am 27. Mai 1987 unterschrieben die damaligen Bürgermeister Winfried Brandenburg (St

St. Ingbert. Er ist gewissermaßen ein Kind der vor Kurzem gefeierten Partnerschaft zwischen St. Ingbert und Saint Herblain, der Verein "Freundschaft St. Ingbert-N'Diaganiao/Senegal". Am 27. Mai 1987 unterschrieben die damaligen Bürgermeister Winfried Brandenburg (St. Ingbert), Jean-Marc Ayrault (Saint Herblain) und Diégane Faye (N'Diaganiao) ein Kooperationsabkommen, in welchem sich St. Ingbert und Saint Herblain verpflichteten, gemeinsam Hilfe zu leisten bei der Lösung von sozialen und wirtschaftlichen Problemen in N'Diaganiao, der damaligen senegalesischen Partnergemeinde Saint Herblains.Zuvor hatte der St. Ingberter Stadtrat beschlossen, eine Partnerschaft mit N'Diaganiao nicht alleine der Verwaltung der Stadt zu überlassen; zwar sollten - laut Satzung - der Oberbürgermeister und die Stadtratsfraktionen Mitglieder des Vereins sein, doch die eigentliche Ausgestaltung der Kooperation wollte man überwiegend den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt anvertrauen. So kam es zur Gründung des Vereins "Freundschaft St. Ingbert-N'Diaganiao/Senegal" . Die Partnerschaft zwischen St. Ingbert und Saint Herblain wurde zwischenzeitlich nicht zuletzt auch durch die Zusammenarbeit des St. Ingberter Vereins mit dem Verein "Association Saint Herblain-Godaguène" ständig intensiviert und vertieft.

Nach der Unterzeichnung wurde das Kooperationsabkommen dadurch mit Leben erfüllt, dass beide Vereine gemeinsam eine Vielzahl von Projekten in der senegalesischen Partnergemeinde auf den Weg brachten. Geleitet durch die Grundsätze "Hilfe zur Selbsthilfe", "Eigenverantwortung", "Nachhaltigkeit und Zukunftssicherung", hat der St. Ingberter Verein dazu beigetragen, dass heute alle Teile der senegalesischen Landgemeinde ausreichend mit Wasser versorgt sind, dass der Bau von Schulgebäuden finanziert wurde und Gesundheitsstationen mit medizinischem Gerät und Medikamenten versorgt werden.

Aktuell unterstützt St. Ingbert eine äußerst aktive Frauengruppe vor Ort, die sich um die schulische Ausbildung der Kinder in den abgelegenen Teilen der Landgemeinde kümmert. Finanziert wurden und werden in diesem Zusammenhang die Ausbildung von Hilfslehrerinnen und der Bau von kleinen Gebäuden, in denen die Kinder - und zurzeit auch Erwachsene - unterrichtet werden. Darüber hinaus hat diese Frauengruppe - ebenfalls mit der finanziellen Hilfe aus St. Ingbert - eine funktionierende Müllabfuhr organisiert und mit der Einrichtung von Saatgutlagern die Verfügbarkeit der wichtigsten Grundnahrungsmittel Hirse und Erdnüsse verbessert.

Die Partnerschafts-Urkunde mit der senegalesischen Gemeinde.

All diese Projekte konnten im November 2010 von einer Delegation aus Saint Herblain und St. Ingbert bei einem Besuch in N'Diaganiao in Augenschein genommen werden. red