1. Saarland

Auf Schreier folgt Kuhn-Theis

Auf Schreier folgt Kuhn-Theis

Orscholz. Mit großer Mehrheit wählten am Donnerstag im Cloef-Atrium Orscholz die CDU-Delegierte ihre neue Kreisvorsitzende. Mit 144 Stimmen lag Helma Kuhn-Theis (MdL) am Ende klar vor ihrem Mitbewerber um das Amt, Dirk Dillschneider, für den 105 Wahlberechtigte votiert hatten. Erster Gratulant war der aus dem Amt scheidende Jürgen Schreier

Orscholz. Mit großer Mehrheit wählten am Donnerstag im Cloef-Atrium Orscholz die CDU-Delegierte ihre neue Kreisvorsitzende. Mit 144 Stimmen lag Helma Kuhn-Theis (MdL) am Ende klar vor ihrem Mitbewerber um das Amt, Dirk Dillschneider, für den 105 Wahlberechtigte votiert hatten.Erster Gratulant war der aus dem Amt scheidende Jürgen Schreier. Er, der "Methusalem aller Kreisvorsitzenden", so der CDU-Landesvorsitzende Peter Müller, hatte der Kreis-CDU 20 Jahre vorgestanden.

Großes Lob für Schreier

Für die in seiner Amtszeit geleistete Arbeit wurde dem nicht mehr kandidierenden Schreier großes Lob gezollt. So bescheinigte Peter Altmeyer, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU in Berlin, Schreier habe die CDU des Grünen Kreises gut vorangebracht. "Heute ist es ein besonderer Parteitag, denn es ist ein Tag der Zäsur", betonte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich. Gemeinsam mit seinen Parteifreunden habe Schreier viele gute, aber auch manche unbequeme Entscheidungen getroffen. "Heute ist unser Landkreis gut aufgestellt", so die Landrätin. Man habe nahezu Vollbeschäftigung. Es sei richtig, sich der Bildung und Betreuung junger Menschen verschrieben zu haben. "Jeder Euro, der in die Bildung investiert wird, ist gut angelegt", sagte Schlegel-Friedrich. Sie mahnte, diesen Weg kontinuierlich weiter zu gehen. "Wir müssen weiterhin die Familien stärken und uns für die Kinder einsetzen, damit diese erst gar nicht in den Reparaturbetrieb Jugendhilfe eingewiesen werden", forderte Schlegel-Friedrich. Sie wünsche sich einen neuen Kreisvorstand, der engagiert ans Werk ginge. Sie selbst empfahl sich erneut als Kandidatin bei der kommenden Landratswahl.

Auch der saarländische Ministerpräsident sprach vom "Parteitag des Wandels". "Ganze 20 Jahre Parteivorsitz, das ist eine unvorstellbar lange Zeit", meinte Müller. Er würdigte insbesondere die Leistung Jürgen Schreiers um das Schengen-Lyzeum in Perl. "Die Schule ist unbestritten eine Erfolgsgeschichte. Es ist ein bleibender Verdienst von Jürgen Schreier." Zu gemeinsam verbrachten Zeiten sagte Müller: "Wir waren immer auf einem gemeinsamen Weg, aber nicht immer der selben Meinung".

Mit der Neuwahl der Vorsitzenden ging auch die Wahl des gesamten Vorstandes einher. Dabei gestaltete sich die Stellvertreter-Wahl etwas holprig. Im ersten Wahlgang, einer "Blockwahl", war entgegen der geltenden Satzung nicht die erforderliche Frauenquote von einem Drittel zustande gekommen.

Ein weiterer Wahlgang brachte dann in einer Einzelabstimmung den gewünschten Erfolg. In Zukunft kann Helma Kuhn-Theis auf die Mitarbeit folgender Stellvertreter hoffen: Frank Finkler, Harald Lahr, Stefan Palm und Jochen Scharf. > Seite C 6: weiterer Bericht