Tatkräftige Hilfe im Senegal eint Vereine aus den Partnerstädten

Tatkräftige Hilfe im Senegal eint Vereine aus den Partnerstädten

St. Ingbert. Dass Saint Herblain und St. Ingbert eine Städtepartnerschaft haben, weiß nahezu jeder St. Ingberter, kommen doch die Franzosen regelmäßig zu Festen und Treffen von der Loire ins Saarland. Seit wann sie besteht ist vielleicht schon nicht mehr so präsent. Auch dass die seit 29 Jahren verbundenen Städte in Afrika gemeinsam Gutes tun, dürfte nicht jedem bekannt sein

St. Ingbert. Dass Saint Herblain und St. Ingbert eine Städtepartnerschaft haben, weiß nahezu jeder St. Ingberter, kommen doch die Franzosen regelmäßig zu Festen und Treffen von der Loire ins Saarland. Seit wann sie besteht ist vielleicht schon nicht mehr so präsent. Auch dass die seit 29 Jahren verbundenen Städte in Afrika gemeinsam Gutes tun, dürfte nicht jedem bekannt sein. 1986 wurde die Partnerschaft zwischen den Vereinen Amitie Godaguene/Saint Herblain - Freundschaft St. Ingbert/ N'Diaganiao und der senegalesischen Landgemeinde N'Diaganiao ins Leben gerufen und auch mit Leben erfüllt. Bis 1999 unterstützten die zwei europäischen Städte, die auch zum größten Teil das Geld für die Projekte bereitstellten, nur Vorhaben in ihren zwei afrikanische Orte. Später wurde die Hilfe auf alle Teile der Landgemeinde ausgeweitet.Kürzlich waren vier Mitglieder des französischen und fünf des St. Ingberter Vereins bei Oberbürgermeister Georg Jung im Rathaus zu Besuch, um weitere Projekte vorzustellen und um finanzielle Unterstützung zu bitten. In den vergangenen Jahren ist mit Anstrengung der beiden Vereine viel bewegt worden: Brunnen wurden gebaut, ein Windrad zur Stromversorgung der elektrischen Pumpe installiert, die das Wasser in einen ebenfalls errichteten Wasserhochbehälter befördert, eine Schule wurde gebaut und auch renoviert. Auch Obst- und Gemüsekulturen wurden angelegt, die jedoch durch Witterungseinflüsse oder Wassermangel zerstört wurden. Wasser ist nach wie vor das zentrale Thema. Nachdem die Problematik der Versorgung mit Trinkwasser in dieser Region weitgehend gelöst ist, stehen andere Aufgaben an, für die Geld und Spenden gebraucht werden. So steht die Ausbildung, vor allem der Frauen im Vordergrund, nachdem bereits vor zehn Jahren allgemeine Alphabetisierungskurse stattgefunden haben. Und weil das Senden von Sachspenden nur eine Hilfe für kurze Zeit darstellt, setzt man auch hier auf "Hilfe zur Selbsthilfe", indem ein Saatgutlager errichtet werden soll, um die Versorgung dauerhaft zu sichern. Außerdem soll die Hausmüllabfuhr in weiteren Teilgemeinden entwickelt werden. Für den Wiederaufbau der beiden Gesundheits- und Entbindungsstationen, die sehr veraltet oder bereits eine Ruine sind, werden 40 000 Euro benötigt. Ein Teil der Summe wurde vom senegalesischen Staat in den Haushalt aufgenommen, während die Mittel zur Restfinanzierung noch gefunden werden müssen. Dafür machen sich die Vorsitzenden ihrer Vereine in Saint Herblain, Jacqui Berthie, und St. Ingbert, Walter Klicker, jeweils bei ihren Heimatstädten stark. con