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Freibad
Perspektiven für das Freibad Wallerfangen

Wallerfangen. 2003 endete für das Freibad Wallerfangen mit einer Rekordzahl von 123 000 Besuchern. Aktuell waren es knapp an die 70 000. Lange Jahre kümmerten sich DLRG und Rotes Kreuz um die Sicherheit der Badegäste.

Für Ordnung sorgten früher zwei Bademeister. 2018 konnte mangels Personal nur von 10 Uhr bis 19 Uhr geöffnet werden, zuvor 7 Uhr bis 20 Uhr.


Mit Freibad und späterem Campingplatz sollte sich Wallerfangen einst zu einem „namhaften Fremdenverkehrsort“ entwickeln. Doch Anfang 2002 diskutierte der Gemeinderat heftig über den Fortbestand des Freibades. Zeitweise war von Schließung die Rede, wegen eines Sanierungsbedarfs von 1,5 bis 2,5 Millionen Euro. Ende 2015 diskutierte der Bauausschuss öffentlich mögliche Perspektiven. Dies wurde auf die Zeit nach Vorlage des saarländischen Bäderkonzeptes vertagt. Und dazu gebe es bislang keine klaren Aussagen, teilte Bürgermeister Günter Zahn nun mit. Seit Anfang der 90er-Jahre sei ein Verlust von rund 5,97 Millionen Euro aufgelaufen. „Jährlich zahlen wir etwa 300 000 Euro für das Bad als freiwillige Leistung“, sagte Zahn. „Es hängt davon ab, wie lange das Landesverwaltungsamt das genehmigt.“ Der Innenminister fordere inzwischen 60 Prozent Deckungsgrad, vorher 27 Prozent. Dann würde der Eintritt um die neun Euro kosten. Derzeit sind es 1,50 Euro bei der Einzelkarte für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren, drei Euro ab 18 Jahren. Zahn betonte, nur mit dieser Mannschaft vor Ort könne „das Schwimmbad in dieser Form und mit diesem finanziellen wie personellen Einsatz weiterbetrieben werden“.

(az)