Firma Dittgen in Schmelz ehrte 16 Mitarbeiter für jahrzehntelange Treue

Renate Dittgen : Renate Dittgen und die Revolution im Baugewerbe

Die Geschäftsführerin aus Schmelz feiert ihr 45-jähriges Jubiläum im Unternehmen.

„Als ich vor 45 Jahren die Geschäftsführung übernahm, hätte ich mir nie träumen lassen, heute hier zu stehen. Ich habe meine Entscheidung von damals keinen Tag bereut. Und bis heute nehme ich alle Herausforderungen an“, erklärte Renate Dittgen, seit 45 Jahren Geschäftsführerin des Schmelzer Bauunternehmens nach ihrer Ehrung als dienstälteste Jubilarin in der Runde.

Geehrt wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht nur vom ersten Lehrjahr an bei Dittgen tätig sind, sondern auch Menschen, die erst später ihren Traumberuf im Baugewerbe gefunden haben. Der Mauerfall vor 30 Jahren brachte unter anderem Wolfgang Egerer direkt nach der Wende ins Saarland.

Schicksalshaft war auch der Beginn im väterlichen Betrieb für Renate Dittgen, die eigentlich einen ganz anderen Berufsweg geplant hatte. „Sie revolutionierte das Baugewerbe, als sie sich damals als erste Frau in einer Männerdomäne behauptete“, erinnerte Martin Schäfer, Geschäftsführer der „Basis GmbH und Trans GmbH“ in seiner Laudatio.

Am 1. April 1974, einem Montag, war der erste Arbeitstag für die Geschäftsführerin, die in der Folge neue Lkw und Maschinen kaufte, eine Betriebsbuchhaltung einführte, Auszubildende in ihr Unternehmen aufnahm, ein großes Firmengebäude erstellte, es später erweiterte und das Unternehmen ganz nebenbei mehrfach zertifizieren ließ. Schäfer erinnerte auch an den Staatspreis für Design und die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande im Jahr 2013.

Die Steigerung der Mitarbeiterzahl – in den vergangenen zehn Jahren verzeichnete Dittgen einen Zuwachs um 30 Prozent auf 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – beweist, wie erfolgreich das Unternehmen ist. Nicht selten arbeiten zwei oder gar drei Generationen aus einer Familie im Unternehmen, was Renate Dittgen ganz besonders freut. „Ich bin sehr dankbar, dass ich so weit gekommen bin. Und ich möchte gerne noch ein bisschen weitermachen“, erklärte Dittgen abschließend.

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