Hospiz Christophorus Schmelz bietet Platz für sterbenskranke Menschen

Eröffnung : Hospiz Christophorus bietet Platz für sterbenskranke Menschen

Neue Einrichtung in Schmelz hat nach deren Umbau die erste Etage des Therapiezentrums „Vitarium“ am Rathausplatz bezogen.

In Schmelz gibt es ein neues stationäres Hospiz mit Palliativversorgung. Es befindet sich in der ersten Etage des Therapiezentrums Vitarium am Rathausplatz. „Der Umbau dort vorhandener Räumlichkeiten nach Planung und Koordinierung des Siersburger Architekturbüros Stephan Klein dauerte nur etwa acht Monate“, bestätigt Dr. Peter Schorr. Von dem Orthopäden und Palliativmediziner ging die Initiative aus, ein Hospiz in Schmelz einzurichten.

Der ursprüngliche Plan, ein Hospiz in Hüttersdorf zu bauen, musste aus zeitlichen und Kostengründen verworfen werden. Stattdessen investierte die Firma Mars-Schorr GmbH, deren Geschäftsführer Dr. Schorr ist, etwa eine Millionen Euro in die neue Einrichtung am Schmelzer Rathausplatz. „Auf einer Fläche von 1000 Quadratmeter wurden zwölf einzelne Patientenzimmer, jeweils mit eigener Nasszelle, und zwei Gästezimmer eingerichtet“, teilt Dr. Schorr mit. Betrieben wird die Einrichtung unter dem Namen „Hospiz-Christophorus“ von einer gemeinnützigen GmbH als Non-Profit-Unternehmen. „Seit Mitte November haben wir die Zulassung der Krankenkassen und Heimaufsicht erhalten, die Einrichtung zu betreiben“, erzählt Elke Schorr, Leiterin, Qualitätsbeauftragte und Gesellschafterin des Hospizes.

Hospize sind Einrichtungen, in denen unheilbar erkrankte Menschen in der letzten Phase ihres Lebens begleitet und versorgt werden. „Der Aufbau und Betrieb des Hospizes ist für mich ein Herzensprojekt“, sagt Schorr. Die frühere Krankenschwester und Pflegedienstleiterin verfügt über langjährige Erfahrungen mit Menschen, die sich in ihrer letzten Lebensphase befanden. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die sterbenskranken Menschen medizinisch und pflegerisch ganzheitlich zu versorgen“, berichtet Schorr. Hierbei würden auch die Angehörigen adäquat begleitet.

Alle Zimmer des Hospizes sind mit warmen Farben und sehr hell eingerichtet. Zudem kann von jedem Patienten ein konfessionsneutral gestalteter Raum der Stille genutzt werden. „Wir haben bis zu 25 Pflegefachkräfte für die palliative Versorgung im Einsatz sowie darüber hinaus noch einige Pflegehilfskräfte“, bestätigt Hospizleiterin Schorr. Ehrenamtliche Mitarbeiter übernehmen zusätzlich personen- und sachbezogene Aufgaben. „Für unsere Gäste schaffen wir eine liebevolle und kompetente Umgebung, in der sie sich wieder wohlfühlen können“, sagt Pflegedienstleiterin Laura Neusius. „Auch die Linderung von Schmerzen bei unseren Patienten ist uns ein besonderes Anliegen“, sagt Dr. Peter Schorr. Er und Dr. Alfred Schirra stehen dem neuen Hospiz für medizinische Visiten an zwei Tagen in der Woche zur Verfügung. „Deutschlandweit beträgt die Aufenthaltsdauer von Patienten in einem Hospiz durchschnittlich etwa drei Wochen“, sagt Dr. Mike Packheiser, Geschäftsführer und Gesellschafter der gemeinnützigen Betreibergesellschaft des Hospizes. Hospizleiterin Schorr verspricht, stets auf die individuellen Wünsche ihrer Patienten eingehen zu können: „In der kommenden Woche erwarten wir die ersten fünf Patienten, für weitere acht haben wir bereits Vorreservierungen angenommen“.

Die Betriebskosten des Hospizes Christophorus werden zu 95 Prozent refinanziert. Fünf Prozent der Kosten müssen durch Spenden abgedeckt werden. In Schmelz hatte sich bereits vor einigen Jahren ein Förderverein gegründet. „Wir freuen uns über jede Spende und sind dankbar dafür“, sagt Schorr. Das Hospiz Schmelz ist neben der Einrichtung in Bous nun das zweite im Landkreis Saarlouis.

Weitere Info unter Telefon (0 68 87) 90 07 60.

Das neue Hospiz in Schmelz befindet sich in der ersten Etage des Therapiezentrums Vitarium am Rathausplatz. Foto: Dieter Lorig

www.hospiz-christophorus.de

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