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Saarlouis diskutiert Sicherheitspartnerschaft nach Angriff auf Shisha-Bar

Saarlouiser Stadtrat : Kritik an Sicherheitskonzept nach Angriffen auf Shisha-Bar

Nach zwei aufeinanderfolgenden körperlichen Auseinandersetzungen in einer Shisha-Bar infolge eines Beziehungsstreits in der Altstadt von Saarlouis am vergangenen Wochenende haben sich Mitglieder der verschiedenen Stadtratsfraktionen kritisch zur Sicherheitspartnerschaft geäußert, die Oberbürgermeister Peter Demmer (SPD) mit Innenminister Klaus Bouillon (CDU) im August vergangenen Jahres geschlossen hat.

Carsten Becker, Fraktionsvorsitzender der AfD, erklärte diese in einer Pressemitteilung „angesichts der gleich zweifachen Angriffe auf eine Shisha-Bar in der Saarlouiser Altstadt“ für gescheitert. Auch der Landesvorsitzende der Jungen Union Saar, Johannes Schäfer, drückte seine Besorgnis über die „gewaltsamen Auseinandersetzungen in und um Shisha-Bars“ aus. Es dürfe im Saarland „kein Gefühl rechtsfreier Räume geben“.

Demmer hielt den Vorwürfen entgegen, dass sich die Sicherheitspartnerschaft gerade an diesem Fall als funktionstüchtig erwiesen habe, „da die Einsatzkräfte unverzüglich und in ausreichender Stärke vor Ort waren und schnelle Ermittlungsergebnisse geliefert haben“. Derzeit sei die Stadtverwaltung mit dem Ausbau des Sicherheitsapparates befasst. Stundenkontingente für die unterstützende Vollzugspolizei werden in einer Stadtratssitzung am Donnerstag erörtert.