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AfD Saarlouis: Rechte fordern mehr Polizei in der Innenstadt

Kostenpflichtiger Inhalt: Straßenschlacht in Saarlouis : AfD: Sicherheitspartnerschaft in Saarlouis gescheitert

Nach den schweren Auseinandersetzungen am Wochenende in der Saarlouiser Altstadt meldet sich die AfD im Stadtrat zu Wort. Es geht gegen Innenminister Klaus Bouillon und Oberbürgermeister Peter Demmer.

„Sicherheitspartnerschaft ist das Papier nicht wert!“ überschreibt Carsten Becker, Fraktionsvorsitzender der Rechtsaußen-Partei AfD seine Pressemitteilung von Montagabend. „Die von Innenminister Klaus Bouillon und dem Saarlouiser OB Peter Demmer am 19. August 2019 aus gegebenem Anlass abgeschlossene Sicherheitspartnerschaft ist offensichtlich das Papier nicht wert, auf dem sie unterzeichnet wurde“, schreibt Becker, „angesichts der gleich zweifachen Angriffe auf eine Shisha-Bar in der Saarlouiser Altstadt innerhalb von 24 Stunden.“

Becker: „Wenn innerhalb kürzester Zeit mehrere und teils vermummte Personen, mit Schlag- und Stichwaffen bewaffnet, die Angestellten und Gäste einer Shisha-Bar in unserer schönen Altstadt bedrohen, verletzen und tyrannisieren können, und dies zirka 50 Meter Luftlinie von der Polizeiinspektion Saarlouis, hat dies mit Sicherheit nichts mehr zu tun.“

„Diese Leute“, sagt der AfD-Mann über die Täter, „machen sich offenbar lustig über unsere Sicherheitskräfte, das kann und darf so nicht weiter gehen.“ Auch Kritik an seiner Partei, sie sei zum Beispiel für die schrecklichen Ereignisse von Hanau wegen ihrer Hetzparolen mitverantwortlich, nimmt Becker auf: „Es wird Zeit, dass die Gegner unserer gesellschaftlichen Ordnung nicht weiter in den Parlamenten gesucht werden, sondern in den kriminellen Hot Spots.“

Dort gehören seiner Ansicht nach auch die Polizeibeamten hin, „und zwar zu den entsprechenden Zeiten und mit der entsprechenden Einsatzstärke“. Dafür müssen noch mehr Polizeibeamte eingestellt und ausgebildet werden, die Stadt Saarlouis könne das allein nicht leisten. „Oberstes Ziel muss die Sicherheit und Ordnung der Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt sein, und dies zu jeder Tages- und Nachtzeit“, sagt Becker.