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Hiobsbotschaft: Jetzt 15 Coronafälle in Schmelzer Pflegeheim

Hiobsbotschaft aus Schmelz : Zahl der Corona-Fälle in Pflegeheim steigt sprunghaft

Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Die Zahl der vom Coronavirus infizierten Patienten und Mitarbeiter in einem Schmelzer Pflegeheim ist auf 15 gestiegen.

Schlechte Nachrichten aus Schmelz: Die Zahl der Coronafälle im Schmelzer Pflegeheim Vitarium ist am Donnerstag auf 15 gestiegen. Wie eine Sprecherin des Landkreises Saarlouis am späten Nachmittag mitteilte, seien zwölf Patienten des Pflegeheims infiziert. Zudem sei das Virus bei drei Mitarbeitern festgestellt worden.

Am Mittwoch war ein erster Corona-Fall bekannt geworden, bei einem 81-Jährigen war das Virus festgestellt worden. Bei sieben weiteren Personen lag ein Verdacht auf eine Erkrankung vor. Daraufhin wurden alle Bewohner und Mitarbeiter des Heimes auf das Virus getestet.

Drei der infizierten Patienten befinden sich derzeit im Lebacher Caritas-Krankenhaus. Zu ihrem Gesundheitszustand machte der Landkreis keine Angaben. Nach unbestätigten Meldungen sollen die Patienten aber „nicht schwer“ erkrankt sein.

Mitarbeiter des Gesundheitsamtes waren am Donnerstag in Schmelz vor Ort, „um die Einrichtung beim Umsetzen der Quarantänemaßnahmen zu unterstützen.“ Die Zusammenarbeit zwischen der Gesundheitsbehörde, dem Pflegeheim sowie der Heimaufsicht funktioniere sehr gut, heißt es vom Landkreis. „Alle Maßnahmen zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter wurden in die Wege geleitet.“ Die Bewohner dürfen vorerst ihr Zimmer nicht verlassen, die Pflegerinnen und Pfleger arbeiten in Schutzkleidung. Die Einrichtung am Marktplatz in Schmelz verfügt über insgesamt 54 Betten in zwei Wohnbereichen.

Erst am Dienstag hatte der Regionalverband Saarbrücken elf Corona-Fälle in einem Püttlinger Pflegeheim gemeldet. Am Wochenende war das Virus zudem bei sieben Patienten und vier Mitarbeitern der Geriatrie des St.-Nikolaus-Hospitals in Wallerfangen festgestellt worden. Auch 15 Patienten und Mitarbeiter in den Bliestal-Kliniken in Blieskastel waren positiv auf das Virus getestet worden.