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RKI: Corona-Inzidenz im Saarland steigt stark an,3 Landkreise über 100

Drei Landkreise über 100er Inzidenz : Starker Anstieg der Corona-Inzidenzen bundesweit, aber auch im Saarland

Die Corona-Fallzahlen steigen im Saarland von Donnerstag auf Freitag laut dem Robert-Koch-Institut wieder deutlich an. Auch deutschlandweit ist die Entwicklung zu beobachten.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Freitag 281 Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Saarland gemeldet. 50 576 Infektionen wurden damit insgesamt im Saarland seit Pandemie-Beginn registriert. Das RKI meldet außerdem auch einen weiteren Todesfall. 1070 Personen sind damit insgesamt seit dem Beginn der Pandemie an oder mit dem Coronavirus im Saarland gestorben.

Saarland: deutlich höhere Corona-Infektionszahlen am Freitag

Der Anstieg der Inzidenz im Saarland stagnierte über das verlängerte Wochenende, zu Beginn der Woche gingen die Zahlen sogar leicht zurück, was sich üblicherweise darauf zurückführen lässt, dass sich an Wochenenden und Feiertagen weniger Testmöglichkeiten bieten. Die deutlich höheren Infektionszahlen am Donnerstag und Freitag führen jetzt auch zu einem deutlichen Anstieg der Inzidenz im Saarland von 76,8 am Donnerstag auf 91,6 am Freitag.

In allen Landkreisen stieg die Inzidenz von Donnerstag auf Freitag nochmal an. Die niedrigste Inzidenz herrscht im Saarpfalz-Kreis mit 62,1. Die höchste Inzidenz weist der Kreis Merzig-Wadern auf, der heute erstmals wieder über der Marke von 100 liegt (118,9). Mittlerweile sind bereits drei Landkreise über einer Inzidenz von 100.

Im bundesweiten Vergleich steht das Saarland weiterhin vergleichsweise gut da. Nur Schleswig-Holstein und Bremen weist eine niedrigere Inzidenz auf.

Corona-Zahlen für Deutschland

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz der aktuellen Infektionswelle hat den Höchststand der dritten Corona-Welle im Frühjahr übertroffen. Am 26. April hatte sie bei 169,3 gelegen, für Donnerstag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) eine Inzidenz von 169,9. Den Höchstwert der Inzidenz in der gesamten Pandemie gab es in der zweiten Welle am 22.12.2020 mit 197,6.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 154,5 gelegen, vor einer Woche bei 139,2. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages den neuen Höchststand von 37 120 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.50 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte die Zahl der Neuinfektionen bereits den Rekordwert von 33 949 erreicht – so viele wie nie zuvor in der Pandemie. Es war zunächst jedoch nicht klar, inwiefern Nachmeldungen wegen des Feiertags Allerheiligen bei der Entwicklung eine Rolle gespielt hatten. Vor einer Woche hatte der Wert bei 24 668 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 154 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 121 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 709 488 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Donnerstag 3,73 (Mittwoch: 3,62). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4 342 600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 96 346.