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RKI: Corona-Inzidenz im Saarland steigt stark an, Neunkirchen über 100

Inzidenz steigt auch im Saarland stark an : Fast 34 000 neue Corona-Fälle: Höchststand an Neuinfektionen in Deutschland gemeldet

Nach dem verlängerten Wochenende und einem kleinen Rückgang der Inzidenz im Saarland, steigen die Zahlen von Mittwoch auf Donnerstag laut dem Robert-Koch-Institut jetzt wieder deutlich an. Deutschlandweit ist die Entwicklung noch extremer.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Donnerstag 246 Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Saarland gemeldet. Am Dienstag waren es noch 51 neue Fälle gewesen, am Mittwoch 59. 50 295 Infektionen wurden damit insgesamt im Saarland seit Pandemie-Beginn registriert. Das RKI meldet außerdem auch einen weiteren Todesfall. 1069 Personen sind damit insgesamt seit dem Beginn der Pandemie an oder mit dem Coronavirus im Saarland gestorben.

Saarland: deutlich höhere Corona-Infektionszahlen am Donnertag

Der Anstieg der Inzidenz im Saarland stagnierte über das verlängerte Wochenende – zu Beginn der Woche gingen die Zahlen leicht zurück, was sich üblicherweise darauf zurückführen lässt, dass sich an Wochenenden und Feiertagen weniger Testmöglichkeiten bieten. Die deutlich höheren Infektionszahlen am Donnerstag führen jetzt auch zu einem deutlichen Anstieg der Inzidenz im Saarland von 69,4 auf 76,8.

Der Kreis St. Wendel ist heute der einzige Kreis mit einer sinkenden Inzidenz. Die niedrigste Inzidenz herrscht im Saarpfalz-Kreis mit 60,7. Die höchste Inzidenz weist der Kreis Neunkirchen auf, der heute erstmals wieder über der Marke von 100 liegt (102,9). Im bundesweiten Vergleich steht das Saarland weiterhin vergleichsweise gut da. Nur Schleswig-Holstein weist eine niedrigere Inzidenz auf.

Corona-Zahlen für Deutschland

Die Zahl täglich gemeldeter Neuinfektionen in Deutschland hat derweil einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 33 949 Corona-Neuinfektionen und damit 172 mehr als am 18. Dezember. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von Donnerstag 03.50 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 28 037 Ansteckungen gelegen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz lag demnach bei 154,5. Am Vortag hatte der Wert bei 146,6 gelegen, vor einer Woche bei 130,2.

Es blieb zunächst offen, inwiefern der Feiertag Allerheiligen am Montag in fünf Bundesländern eine Rolle bei der Entwicklung der Zahlen spielte. Am 18. Dezember waren binnen 24 Stunden 33 777 Fälle gemeldet worden. Darin waren rund 3500 Fälle Nachmeldungen aus Baden-Württemberg vom Vortag enthalten. Der bisherige Höchststand der dritten Infektionswelle hatte am 22. April bei 29 518 gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 165 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 126 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 672 368 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Mittwoch mit 3,62 an (Dienstag: 3,29). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4 328 400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 96 192.