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Bei Saarstahl in Völklingen
Werksfeuerwehr ist jedem Einsatz gewachsen

Zur Übung angetreten: die Saarstahl-Werksfeuerwehr in Völklingen.
Zur Übung angetreten: die Saarstahl-Werksfeuerwehr in Völklingen. FOTO: BeckerBredel
Völklingen. Hervorragende Ausstattung, professioneller Ausbildungsstand: Saarstahl-Truppe zeigt bei Jahreshauptübung ihr Können.

Die Werksfeuerwehr der Saarstahl AG arbeitet im Verborgenen. Der Normalbürger bekommt von den Aktivitäten der mehr als 40 Feuerwehrleute kaum etwas mit, denn das Firmengelände ist natürlich nicht öffentlich zugänglich und die Einsätze dort fallen nicht so auf.


Weil ein Stahlwerk aber besondere Risiken hat, ist das Vorhalten einer Werkswehr gesetzlich vorgeschrieben und bei Saarstahl auch entsprechend umgesetzt. Bei einer groß angelegten Übung am Mittwochnachmittag wurde vor geladenen Gästen vorgeführt, was die Werkswehr kann und wie sie ausgerüstet ist. Regionalverbands-Brandinspekteur Tony Bender anerkennend: „Die haben eine hervorragende Ausstattung und einen professionellen Ausbildungsstand.“ Zusammen mit anderen Feuerwehrvertretern, Mitgliedern der Hilfsorganisationen, Vertretern der Stadt, des THW und der Bundeswehr war er eingeladen, sich die Übung anzusehen.

Das Szenario: Beim Schweißen gerät eine Lokomotive in Brand, in Panik flüchten Mitarbeiter der Kranwerkstatt, einer stürzt in eine Montagegrube und verletzt sich lebensgefährlich. Außerdem breitet sich das Feuer immer weiter aus. Werkswehrführer Michael Dörr zieht alle Register. Gleichzeitig löschen seine Männer, unterstützt von der Freiwilligen Feuerwehr Völklingen, den Brand der Lok, das brennende Dach und die brennenden Werkstätten. Zwei Drehleitern werden in Stellung gebracht, Wasserversorgung wird aufgebaut, ein Rettungseinsatz für den Mann in der Grube eingeleitet. Der Werksarzt übernimmt die notärztliche Versorgung. Am Ende war das Feuer aus, der Patient im Rettungswagen und das Fachpublikum mehr als zufrieden.



Die jährliche Großübung hatte ihr Ziel erreicht, den Beobachtern einen Überblick über den aktuellen Leistungsstand zu geben: „Die Übung zeigt, dass die Mannschaft richtig handelt und teils hochkompliziertes Gerät beherrscht. Die Jahreshauptübung knüpft an ein erfolgreiches Jahr der Wehr an, die seit der Übung im Vorjahr 264 Einsätze erfolgreich abgewickelt hat“, so Unternehmensprecherin Ines Oberhofer.

Nach der Übung wurde Brandmeister Klaus Thiesen geehrt. Er ist 40 Jahre bei der Wehr und erhielt das Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes. Daniel Mülhausen, Peter Groß, Christian Jochem, Thorsten Jung, Christian Kedziora und Stefan Schmidtke wurden zu Werkoberbrandmeistern ernannt. Insgesamt gab es für 32 Feuerwehrleute Beförderungen.

(bub)