Klaus Lorig: Regionalverband rückt Mühlgewann nicht raus

Klaus Lorig: Regionalverband rückt Mühlgewann nicht raus

Die Grundschulsituation gilt als angespannt. Der Blick richtet sich hier auf die weitgehend leer stehende Mühlgewann-Schule. Aber der Regionalverband hält das Gebäude noch in der Hand.

Flüchtlings- und Migrantenkinder bedeuten mit 75 Prozent Anteil eine besondere Belastung für die Grundschule in der Bergstraße. Dort stehen auch bereits 23 Kinder auf der Warteliste für die freiwillige Nachmittagsbetreuung. Derweil dauert die Diskussion um einen geeigneten Standort für eine Gebundene Ganztagsgrundschule (mit verpflichtendem Unterricht für alle Kinder bis 16 Uhr) an.

Die SPD-Stadtratsfraktion hat ihren Antrag auf Einrichtung einer solchen Schule am Standort Heidstock vorerst zurückgezogen und damit den Weg für eine offenere Beratung freigemacht. Der Blick richtet sich nun auf eine für 2. März vorgesehene Sitzung des Stadtratsausschusses für Kinder, Jugend und Soziales. Dort soll die gesamte Grundschulsituation zur Debatte stehen. Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU ) hat angedeutet, dass er die Schule Bergstraße entlasten und die in der Haydnstraße "stärker in die Pflicht nehmen" will. Organisatorische Voraussetzung wäre, die Innenstadt-Standorte in einem Schulbezirk zusammenzufassen.

Die Grünen haben gerade wieder den Blick auf das Schulgebäude am Mühlgewann gelenkt. Dort, so Vorsitzender Manfred Jost, würden derzeit nur noch "zwei, drei Räume" genutzt. Oberbürgermeister Lorig glaubt derweil nicht, dass Mühlgewann zur Verfügung stehen werde. Er habe, wie er sagte, vom Regionalverband erfahren, dass dieser das Gebäude weiter in Reserve halten wolle. Es gehe hier um die eventuelle Einrichtung eines Oberstufenzentrums und auch die Flüchtlingssituation. Dies wurde von einem Regionalverbands-Sprecher am Freitag im Grundsatz bestätigt.