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Jetzt ist Licht im Bunker

Große, runde Fenster erhellen jetzt den früheren Luftschutzkeller. Der Ausblick zum Hang hinauf wirkt noch trist, weil zunächst ein Kanal repariert werden muss. Eric Schneider ist hier gerade dabei, die Deckenbeleuchtung im Innern anzubringen. Foto: Jenal
Große, runde Fenster erhellen jetzt den früheren Luftschutzkeller. Der Ausblick zum Hang hinauf wirkt noch trist, weil zunächst ein Kanal repariert werden muss. Eric Schneider ist hier gerade dabei, die Deckenbeleuchtung im Innern anzubringen. Foto: Jenal FOTO: Jenal
Völklingen. Nicht nur an der Grundschule Bergstraße tut sich etwas. Die Stadt Völklingen nutzt die Sommerferien zu weiteren Verbesserungen an ihren Grundschulen: hier eine Übersicht, wo der städtische Grundstücks- und Gebäudemanagement-Betrieb sonst noch tätig ist. Bernhard Geber

Die Nachmittagsbetreuung an der Völklinger Grundschule Bergstraße platzte im vorigen Schuljahr aus allen Nähten. 26 Kinder standen auf der Warteliste. Zusatzförderung ist aber dringend nötig. Rund 300 Kinder wurden dort unterrichtet, darunter 49, "die noch kein Wort Deutsch sprechen", sagte damals Schulleiterin Cornelia Ney.



Raumnot macht erfinderisch, und im Februar fasste der Völklinger Stadtrat einen ungewöhnlichen Beschluss. Ein früherer Luftschutzbunker im Keller wird für 150 000 Euro zu einem zusätzlichen Gruppenraum umgebaut.

Jetzt ist's geschafft: Luft und Licht gelangen in den Bunker, der früher sogar noch unter der Erdoberfläche lag. Haupt-Herausforderung waren die über 50 Zentimeter dicken Stahlbetonwände, im Vergleich zum Herkömmlichen mit dem Vierfachen an Stahl armiert. Bauarbeiter haben sich mit Diamant-Kettensägen durchgefressen - mit einem Tag Arbeit und Kosten von 2500 Euro (einschließlich Verbrauch an Industrie-Diamanten) pro Loch.

Dort sind nun vier große Fensteröffnungen entstanden - kreisförmig, jeweils mit einem Durchmesser von 2,50 Metern. Die Kreisform wurde auch wegen der Statik gewählt, erläutert Stephan Michely, Chef der Technischen Abteilung des städtischen Grundstücks- und Gebäudemanagement-Betriebes (GGM). Dank der Wölbung trügen die Öffnungen ihre Last von selbst.

Noch im Februar war dort im Keller nur nackter Beton, stand im Mittelpunkt ein handbetriebener Luftfilter. Die Bunker-Elemente mitsamt den massiven Stahltüren sind ausgeräumt. Schallabsorbierende Decken sind eingezogen, die Wände freundlich (in Hellblau und Hellgelb) umgestaltet. Demnächst wird der neue Fußboden verlegt, berichtet GGM-Bauleiterin Beate Ludes. Beim Ortstermin klingt es wie in einem ganz normalen Raum, in dem nur die Möbel fehlen.

Möbel sind unterwegs

Doch auch die sind bereits ("samt Kicker und Kuschelecke") bestellt, weiß Beate Ludes. Da freut sich auch Gerold Fischer, ehrenamtlicher Vorsitzender des Trägervereins Völklinger Arbeitskreis Nachmittagsbetreuung. Er meint: "Die Kinder können kommen."

Vorerst werden sie aus den großen, runden Fenstern noch auf hohe Gabionenwände blicken. Mit denen haben die GGM-Baumeister den Hang zur Poststraße gesichert. Dort musste man zunächst kräftig ausschachten und mehrere mächtige Platanen fällen, bevor der Keller buchstäblich das Licht der Welt erblickte.

Und nun gibt es dort noch ein Problem: Die Platanen, eine ganze Reihe von ihnen steht noch, haben den Kanal völlig durchwurzelt. Jetzt muss zunächst der Kanal saniert werden. Erst dann, sagt Michely, könne man das Gelände "aufhübschen". Und dann bekämen die Bergstraßen-Kinder zu ihrem (bisher relativ kleinen) Schulhof auch noch ein Stück Spielfläche hinzu. {mzirkv} Grundschule Wehrden-Geislautern/Hauptstelle Wehrden: Für 130 000 Euro Einbau von schallabsorbierenden Decken in allen Klassenräumen. Durch die Reduzierung der Nachhallzeit in den Klassenräumen wird eine bessere Sprachverständlichkeit im Klassenraum erreicht. Alle anderen Schulen sind bereits mit solchen Decken ausgerüstet bis auf die Grundschule Heidstock-Luisenthal. Dort werden diese Decken mit der Herrichtung der Gebundenen Ganztagsgrundschule eingebaut.

{mzirkv} Grundschule Wehrden-Geislautern/Dependance Geislautern: Für 10 000 Euro Kanalsanierungsarbeiten unterhalb des Gebäudes. Hier wird im Wirtschaftsteil der Freiwilligen Ganztagsschule ein Teilstück des Schmutzwasserkanales erneuert.

{mzirkv} Grundschule Ludweiler-Lauterbach/Hauptstelle Ludweiler: Für 25 000 Euro Herrichten eines Klassenraumes im dritten Obergeschoss. Die Schule benötigt diesen zusätzlichen Klassenraum. Auch dieser wird mit schallabsorbierenden Decken hergerichtet.

{mzirkv} Grundschule Ludweiler-Lauterbach/Dependance Lauterbach: 5000 Euro für eine Schrankenanlage und Markierungsarbeiten am Schulweg. Der Fußweg zum Schulgebäude für die Schüler wird damit von der Zufahrt zum Lehrerparkplatz getrennt.

{mzirkv} Grundschule Heidstock-Luisenthal: 20 000 Euro sind eingeplant für den Einbau einer schallabsorbierenden Decke.

{mzirkv} Grundschule Fürstenhausen: 15 000 Euro für eine neue Ruhezone auf dem Schulhof. Das Grün am Rand des Schulhofes wurde entfernt. Damit hat das Lehrpersonal, das Aufsicht führt, einen besseren Überblick. Auf dem so entstandenen freien Platz wurde zudem eine Sitzfläche für die Schüler angelegt.

{mzirkv} Grundschule Haydnstraße: Für 20 000 Euro werden dort drei Klassenräume saniert.