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Giovanni Burgio macht Party im Schillerpark

Völklingen. Giovanni Burgio wurde auch am Montag im Schillerpark wieder seinem Ruf als Stimmungskanone gerecht. Dieses Mal ließ sich der Sänger aus Bous von einer jungen Dame begleiten, die er als Nachwuchstalent vorstellte. Andreas Lang

Selbst wenn es noch so sehr gejuckt hat, noch einmal in der riesigen Hitkiste des Da-Vinci-Repertoires zu kramen. Und noch ein, zwei Titel lang weiter auf der Welle der Partystimmung bei den Summer-Open-Airs im Schillerpark zu reiten. Auch für den smarten Bouser am Mikrofon, der so gerne in Völklingen singt, heißt es am vergangenen Montag, die Musik pünktlich einzustellen. Denn die Regeln bleiben eng gesteckt, damit die Beeinträchtigungen für wenige sich beschwerende Anwohner im Rahmen bleiben.



Aber die zwei Stunden hat Sänger Giovanni Burgio mit seinen Mitstreitern Markus Krotten an der Gitarre und Luigi Burgio am Keyboard sichtlich genossen. Zunächst mit italienischen Titeln, wie "Felicità". "Felicità heißt glücklich sein". Und was Fliegen auf Italienisch heißt - das wissen seine Fans schon seit mehr als zehn Jahren: "Volaaare - oho".

Weibliche Verstärkung hat Giovanni Burgio auch dabei - die ihn dieses Mal selbst begeistert. Adriana Vita, erst 17 Jahre alt. "Aber schon mit Hammerstimme für ihr Alter", wie Giovanni wirbt. "Valerie" gibt sie zum Einstand, später Tina Turners "Simply the best". Dazwischen das rockige "Selfcontrol" aus den 1980er Jahren - genau, das Stück mit dem Zwischengesang "Ohoho". Für Giovanni Gelegenheit, das Publikum zu animieren: "Ich wollte schon immer mal Dirigent werden." Die Zuhörer im Schillerpark hat er im Griff, sie singen nach seinen Anweisungen mit.

Auch weil der Charmeur mit Komplimenten nicht geizt: "In Völklingen haben wir immer ein tolles Publikum." Kurz vor der Pause erklärt er: "Da Vinci steht für Romantik, Völklingen steht für Romantik." Dazu passt eine italienische Schmusehymne: "Piccola e fragile" ("Klein und zerbrechlich").

Nach der Pause steigt der Partyfaktor, dafür sorgt schon Giovanni mit seinem Programm. Bis zum Schluss gibt es kaum Gelegenheit zu verschnaufen. Vielleicht noch kurz zu Karats "Über sieben Brücken". Da läuft bereits die Zugabe. Am Ende gibt das mit der Nachwuchssängerin verstärkte Quartett aber noch einmal Gas: "We don't need no education" aus Pink Floyds "Another brick in the wall" mit dem kollektiven Befreiungsschrei "Hey, teacher, leave us kids alone!"

Dann gebietet die Uhr das Ende. Während im Schillerpark zügig Ruhe einkehrt, geht es in der Kühlweinstraße noch dezent weiter. Eine kleine Gruppe Heimkehrer trällert einen Italo-Hit, in leisem Wechselgesang: Umberto Tozzis "Gloria - Gloria". So, wie sie es etwa eine halbe Stunde zuvor mit Da Vinci gefeiert haben, im Schillerpark, der wohl einen erneuten Besucherrekord erlebt hat.

Zum Thema:

Auf einen Blick Die Konzerte der siebten Auflage der Summer-Open-Airs im Schillerpark beginnen montags um 19.30 Uhr. 15. August, Thomas Kurtz, Live-Music mit Sax. 22. August, The Alligators mit nostalgischem Rock'n'Roll. 29. August, Slowhand, Eric-Clapton-Tribute. Der Eintritt ist frei, Spende bei der Hutsammlung erwünscht. al