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Feierliche Unterzeichnung: Feuerwehrleute bedanken sich für gute Kameradschaft

Feierliche Unterzeichnung : Feuerwehrleute bedanken sich für gute Kameradschaft

Der Festsaal des Rathauses erstrahlte am vergangenen Wochenende in festlichem Glanz. Denn, wenn besondere Freunde kommen, putzt man die Räume der Wiedersehensfeier besonders heraus: Die Rede ist von der rund 12-köpfigen Delegation der Freiwilligen Feuerwehr Potsdam-Bornstedt rund um Wehrführer Anatoli Britz.

Bürgermeister Michael Adam begrüßte als Chef der Wehr die Gäste mit dem sympathischen Berliner Zungenschlag mit herzlichen Worten. Motor der Freundschaft sei Ehrenwehrführer René Comont gewesen, der in den 90er Jahren die Bande geknüpft habe. Comont selbst verriet in seiner Festansprache, es habe alles mit einer Brieffreundschaft begonnen. Demnach bestand bereits zu DDR-Zeiten ein Briefkontakt zwischen seiner Frau und der Familie Knier aus Potsdam. Nach dem Fall der Mauer habe man an Silvester 1990 drüben einen Besuch gemacht, der den Stein ins Rollen gebracht habe. „Wir haben bei den Kniers den Unternehmer Werner Klingner kennen gelernt, der ein Wochenendhaus in Eiche Golm am Zernsee hatte. Hier durften wir bei Besuchen residieren“, so Comont. Der Grundstücksgröße dieses Anwesens sei die Idee geschuldet, dort ein Jugendfeuerwehr-Zeltlager zu veranstalten, was 1993 tatsächlich zustande kam. Man besuchte während des Aufenthalts die Freiwillige Feuerwehr Potsdam, und es sprach sich herum, dass die Jugendwehr Bornstedt im Aufbau sei, und ob man nicht auch dort reinschauen wolle. „Wir waren dermaßen überrascht, wie herzlich wir damals von deren Jugendleiter Wolfgang Goldschmitt empfangen wurden“, schwärmte Comont. Begeistert sprach auch Wehrführer Britz im Rathaussaal von den Sulzbachern: „Es ist sehr bewegend und eine hohe Ehre, dass Stadträte und Sicherheitsorganisationen anwesend sind, um uns zu empfangen“, so Britz. Der Potsdamer Feuerwehrmann ließ auch wissen, dass er seine Frau nicht kennen gelernt hätte, wären nicht vor Jahren die Freunde der Sulzbacher Wehr in Bornstedt zu Gast gewesen. Wehrführer Richard Plein wusste in seinem Grußwort auf die fünf Phasen der Ehe aufmerksam zu machen, die in der Hochphase starte und über sattes Glück und Ernüchterung, Streit und Stress im Idealfall in der Liebe fürs Leben münde. Auf die nachhaltige Freundschaft mit den Bornstedter Kameraden zugeschnitten machte Plein klar, dass man viele gemeinsame Themen gehabt habe, durch dick und dünn miteinander gegangen sei und mutig auf die nächsten gemeinsamen 15 Jahre zugehe. Dies bekräftigend unterzeichneten die Initiatoren anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Freundschaft die Dankurkunden ganz offiziell.