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Espresso blues im Theater im Viertel
Junge Theaterleute zwischen Ahoi und Ei joo

 Espresso Blues über das Leben, die Lust und den Tod.
Espresso Blues über das Leben, die Lust und den Tod. FOTO: Bahadir Canioglu
Saarbrücken. Im Theater im Viertel gastieren am Wochenende alte Bekannte aus Unitheater-Zeiten. Melquiots „Espresso Blues“ kommt als Gastspiel aus Hamburg.

Es sind zwei alte Bekannte, die da zum Gastspiel im Saarbrücker Theater im Viertel angekündigt sind. Martin Haberstroh und Tom Streeb haben im Saarland viele Jahre studentisches Theater gemacht, waren unter anderem künstlerische und organisatorische Köpfe des studentischen Festivals Grafiti. Haberstroh war auch Gründer der spanischsprachigen Theatergruppe Los Mutantes an der Saar-Uni. Aber wenn man heute die Internetseite ihrer gemeinsam geleiteten Gruppe „Spielwerker“ öffnet, heißt es da zunächst mal „Ahoi“. Denn die Spielwerker sind in Hamburg angesiedelt.


Eben diese „Spielwerker“ kommen nun zum Gastspiel an einen vertrauten Ort zurück. Am Freitag und Samstag, 15. und 16. Februar, jeweils um 19.30 Uhr gastieren sie im Theater im Viertel am Landwehrplatz. Sie bringen ihr neues Stück „Espresso Blues“ mit, das just in Frankfurt Premiere feierte.

„Das Leben ist so saudumm wie ein Traum: man trifft Frauen, man skatet, man isst bio, man ist unfähig zu merken, dass man nie aufgehört hat, dich zu lieben. . . “ So ein Zitat aus dem Stück des französischen Autors Fabrice Melquiot. Auch er hat einen Bezug zu Saarbrücken: Wer hier regelmäßig das Festival Primeurs am Staatstheater verfolgt, dem ist Melquiot womöglich noch in guter Erinnerung mit seinem Live-Hörspiel, das das SR 2-Kulturradio vor zwei Jahren für das Festival produzierte. Meliquiot bekam dafür den Primeurs-Autorenpreis.



„Espresso Blues“ ist „ein Stück junges Theater über das Leben, die Lust und den Tod“, so der Untertitel Das Stück erzählt von Cyril, Anfang 30, Portier einer Pariser Pension, der jäh aus seinen Träumen gerissen wird. „Vom Leuchtturmwärter Nightingale auf die Spur gebracht, fürchtet er, sein Leben, die Liebe seines Lebens verpasst zu haben. Noch schnell dem selbsternannten Radrennchampion Armand seinen Energydrink gemixt und dann auf zum Zug. Die Reise beginnt, die Flucht Cyrils, weg von sich selbst, hin zu ihr, der Frau, deren Stimme ihn begleitet, die bei ihm ist und die er doch nicht finden kann. . .  “ So der Pressetext der Truppe. Die Spielwerker führen das Stück als binationale zweisprachige Produktion auf. „Wir spielen dieses Stück Deutsch und Französisch und sind überzeugt, dass jene, die nur eine der Sprachen können, das Stück verstehen werden.“

Karten: Tel. (06 81) 3 90 46 02 oder E-Mail an karten@dastiv.de.