Stadt warnt vor Wildschweinen

Bitte die Türen schließen – unter anderem mit diesem Hinweis an die Friedhofsbesucher will die Stadt verhindern, dass weiter Wildschweine auf dem Gelände nach Nahrung suchen. Doch vor allem soll verhindert werden, dass die Tiere unter dem Zaun durchschlüpfen.

Auf dem Friedhof in St. Arnual werden Besucher gebeten, die Türen zu schließen. Denn seit Tagen suchen Wildschweine auf dem Friedhof nach Nahrung und haben dabei so manches Grab umgepflügt. "In der weichen Gartenerde finden die Tiere offensichtlich schmackhafte Nahrung", sagt Michael Gerstner, der Abteilungsleiter Friedhofsunterhaltung bei der Stadt. Die Verwaltung hat die Schäden behoben, auch ein Gärtnerbetrieb hat daran mitgewirkt. Um das Problem dauerhaft zu lösen, werden derzeit die Zäune verstärkt.

"Das Problem dabei ist, dass diese im hinteren Bereich des Friedhofs stark zugewachsen sind und die Mitarbeiter die Zäune erst einmal freischneiden müssen. Dann werden wir Baumatten aus Eisen eingraben und mit dem Zaun so verbinden, dass die Tiere auch nicht unter dem Zaun hindurchschlüpfen können", sagt Gerstner. Er vermutet aber auch, dass die Rotten hin und wieder die offenen Türen nutzen. Die Stadt hat daher an allen Eingängen Schilder angebracht und bittet darum, diese zu beachten. In einigen Tagen werden die Löcher im Zaun beseitigt sein, was das Problem lösen werde. Eine Wildschweinjagd, wie es sie auf dem Hauptfriedhof schon gegeben hat, sei in St. Arnual wegen der umliegenden Bebauung und Straßen überhaupt kein Thema. Die Schäden seien auch noch nicht so schwerwiegend. "Wenn es jetzt in den Wäldern herbstlicher wird und die Pilze wachsen, kommen die Tiere auch nicht mehr", glaubt der Friedhofsfachmann.