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Nahverkehr
Die Saarbahn GmbH bestellt bald neue Züge

28 Züge fahren täglich für die Saarbrücker Saabahn.
28 Züge fahren täglich für die Saarbrücker Saabahn. FOTO: Manuela Meyer
Saarbrücken. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Städten sollen die Kosten gesenkt werden. Von Jörg Wingertszahn

Bis zum Jahr 2027 will die Saarbahn alle ihre 28 Züge durch neue Modelle ersetzen (wir berichteten in der Dienstagausgabe ausführlich). Dazu hat sich die Saarbahn GmbH mit anderen städtischen Gesellschaften zusammengeschlossen, um die Kosten für die Anschaffung zu senken.


Damit ist nur eine Großbestellung notwendig, und es kann eine stellvertretende Zulassung statt mehrerer Einzelverfahren beantragt werden, wie Thorsten Erlenkötter von der Albtal-Verkehrsgesellschaft mitteilte. Mit im Boot sind zudem die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), die Kasseler Verkehrs Gesellschaft mbH, Schiene Oberösterreich, die Erms-Neckar-Bahn und die Regionaltangente West. Allen Unternehmen gemein ist die Nutzung des „Karlsruher Modells“ mit Zweisystem-Fahrzeugen, die innerstädtisch als Straßenbahn unterwegs sind und in der Region als Eisenbahn fahren. „Idealerweise wollen wir im Herbst 2018 gemeinsam ausschreiben. Im Herbst 2021 soll dann das erste Fahrzeug ausgeliefert werden und der Zulassungsprozess sowie der Probebetrieb mit bis zu vier Fahrzeugen in den beteiligten Städten durchgeführt werden. Mit der Serienauslieferung soll Anfang 2024 gestartet werden“, sagte Erlenkötter.

Insgesamt sollen aus heutiger Sicht, wenn sich die Verkehrsverträge nicht grundlegend ändern, bis zu 300 sogenannte Tram-Trains bestellt werden. „Ziel der beteiligten Unternehmen ist, durch die gemeinsame Bestellung ein Fahrzeug zu einem Stückpreis zu erzielen, der mehr als eine Million Euro unter dem heutigen Preis eines Tram-Trains liegt“, sagte Erlenkötter. Die Saarbrücker Stadtwerke beziffern die Kosten für einen Zug auf 5,5 Millionen Euro ohne Rabatt.