Würziges für die ganze Welt

Bübingen. Wenn im Sommer 2010 die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika angepfiffen wird, dann werden die Metzgereitheken überquellen vor lauter "Grill-Ideen" aus allen 32 Ländern, die da mitspielen dürfen. Und die Gewürzmischungen, Marinaden, Pasten und Saucen werden zu einem Großteil aus Saarbrücken-Bübingen kommen, von der Rosemarie Eppers Gewürz- und Saucenfabrik

Bübingen. Wenn im Sommer 2010 die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika angepfiffen wird, dann werden die Metzgereitheken überquellen vor lauter "Grill-Ideen" aus allen 32 Ländern, die da mitspielen dürfen. Und die Gewürzmischungen, Marinaden, Pasten und Saucen werden zu einem Großteil aus Saarbrücken-Bübingen kommen, von der Rosemarie Eppers Gewürz- und Saucenfabrik. Beziehungsweise verhält es sich sogar so, dass selbst die Rezepte und Vermarktungs-Vorschläge von Eppers geliefert werden und der Handel dankbar zugreift, weil ihm sämtlicher Eigenaufwand erspart wird. "Wir liefern Ideen" und "Immer eine Idee voraus" heißt es schließlich in der Werbung des Familienbetriebes. Seine Kunden sitzen in ganz Europa, vor allem sind es die Fleisch- und Fischabteilungen großer Handelsketten, Gastronomie und Hotellerie, Industrie, Großküchen, Metzgereien und Bäckereien. Diese "Weiterverarbeiter-Kunden" machen 85 Prozent des Geschäftsvolumens aus, Endverbraucher können viele der mittlerweile 600 Eppers-Produkte aber auch in den Gewürzregalen des Einzelhandels oder ab Werk in Bübingen erwerben. "Von Wirtschaftskrise merken wir nichts", freuen sich der kaufmännische Leiter Peter Eppers jun., Schwester Nicole Leyendecker-Eppers (technische Leitung) und Schwager Ralf Leyendecker (Vertriebsleitung), die in zweiter Generation Verantwortung tragen. Das Unternehmen, vor 28 Jahren gegründet, teilt mit, sich alle fünf Jahre zu verdoppeln und 2009 beim Umsatz 25 Prozent zugelegt zu haben. 3000 Tonnen Saucen und Gewürze verlassen dem Vernehmen nach dieses Jahr das 14 000 Quadratmeter große Gelände. Für 2010 sind der Neubau von Verwaltung und Technikum beschlossen. Die Firma beschäftigt etwa 100 Mitarbeiter, davon 20 im Außendienst. Eppers macht alles selbst, von der Produktentwicklung bis zur Plakatwerbung. Es ist das Bestreben, auf Messen und Kongressen den Ruf als kreativer Hersteller und Dienstleister im Gewürz- und Feinkosthandel auszubauen. Eppers ist dabei, im gesamten Sortiment Glutamat durch natürliche Stoffe zu ersetzen, strebt die Bio-Zertifizierung an und macht sich auch Gedanken um geänderte Verbrauchergewohnheiten. So wurde etwa die vegetarische Currywurst ("Stattwurst") aus Lupinen-Eiweiß auf den Markt gebracht. Es ist übrigens jedermann möglich, sich bei Eppers ein ganz persönliches Schwenker-Gewürz komponieren zu lassen. Ab 300 Kilo werden die Mischtrommeln angeworfen.