"Frische Kunst zeigen"

Saarbrücken. "Neue, frische Kunst zeigen", so beschreibt Dirk Bubel, Vorsitzender des Saarländischen Künstlerhauses den Anspruch der Einrichtung in der Karlstraße 1, die im kommenden Jahr ihren 25. Geburtstag feiert - und jetzt ihr Programm fürs erste Halbjahr 2010 vorgelegt hat

Saarbrücken. "Neue, frische Kunst zeigen", so beschreibt Dirk Bubel, Vorsitzender des Saarländischen Künstlerhauses den Anspruch der Einrichtung in der Karlstraße 1, die im kommenden Jahr ihren 25. Geburtstag feiert - und jetzt ihr Programm fürs erste Halbjahr 2010 vorgelegt hat.

1985 gründete sich der Künstlerhaus-Verein, der nach Jahren in wechselnden Unterkünften schließlich 1992 in der Karlstraße 1 seinen Platz fand. Ein Festakt im Februar würdigt das 25-jährige Bestehen. "Eine Art selbsthistorierende Ausstellung", so Dirk Bubel, mit Ausstellungsplakaten und Fotos übernimmt als Rahmenprogramm das Erinnern. Ansonsten schaut man nach vorn, wobei das für April bis Juni geplante Großprojekt "85/10" von der Vergangenheit zur Gegenwart überleitet.

Es ist einer der regelmäßig im Künstlerhaus stattfindenden Programmpunkte, bei denen alle Mitglieder aus den Sparten Bildende Kunst, Literatur und Kunsthandwerk sowie ihre Gäste gefordert sind. Ausgangspunkt ist diesmal das DIN-A-3-Format, "das sie frei gestalten können", erklärt Bubel. "Neue, junge Kunst aus dem deutschsprachigen Raum vorzustellen", so Dirk Bubel, bleibt dabei einer der Schwerpunkte, "der auf die Großregion gerichtete Fokus" der andere. Nicht zuletzt, "um es mit dem zu vergleichen, was im Saarland produziert wird". Das gelingt seit einiger Zeit dem Künstlerhaus überzeugend, nicht zuletzt durch die wohlerwogene Arbeit seines Vorstands auf dem Feld der Bildenden Kunst.

Der Umbau des Hauses trägt dazu bei. Zwei Räume sind in der Galerie - das Studio und dessen Untergeschoss, das als "studioblau" nicht wie zuvor die Videokunst in den Monitor bannte, sondern einen ganzen Raum für Medieninstallationen bietet.

Mit dem Maler Benedikt Richert und der Fotografin Melanie Wiora setzt man die Vorstellung junger Positionen von außerhalb im Januar fort. Die bereits mehrfach zur Rauminstallationen genutzte Galerie bespielt im Juni Katja Pudor mit ihren Scherenschnitten.

Zu Gast sind der dem Quadrat zugewandte Hans Huwer und die in Saarbrücken lebende Bildhauerin Anne Haring, lässt Vorstandsmitglied und Maler Armin Rohr wissen. Die Kunsthandwerker sind mit einer Keramikausstellung im Juni zur Stelle.

Der HBK-Absolvent Daniel Haake präsentiert im "studioblau" "narkotische Kultur", gefolgt von der Rosenbach-Schülerin Seon Yeong.

Die Region und der Rest der Republik begegnen sich bis Juni in acht Lesungen, vermeldet Autor und Vorstandsmitglied Hans Gerhard. Martin Bettinger, Walter Wolter, Ulla Vigneron und Werner Klippert lesen aus neuen Texten im Haus.

Als Gäste von außerhalb hat man Thomas Knauf und Jochen Schimmang eingeladen. Im Programm bleiben auch die "Künstlerhausmusik" und ebenso das "Künstlerhaus-Sofa". Allerdings sitzt darauf als neuer Gastgeber der ehemalige SR-Kulturredakteur Rainer Petto.

Laut Bubel versteht man sich gerne launig als "Vier-Sparten-Haus" - und will deshalb "auch filmisch was tun". Der Filmabend mit Georg Bense war derart nachgefragt, dass man eine Fortsetzung in der zweiten Jahreshälfte ins Auge fasst.

Das passt, denn das Künstlerhaus sieht sich in seinem 25. Jahr als "einen Treffpunkt für alle Kunstsparten", erklärt sein Vorsitzender.

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