Gerichte suchen noch 170 Schöffen

Saarbrücken. Das Amtsgericht und das Landgericht Saarbrücken suchen 411 Frauen und Männer, die an beiden Gerichten als Schöffen oder Jugendschöffen an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen. Der Stadtrat und der Jugendhilfeausschuss des Regionalverbandes Saarbrücken schlagen für die Amtszeit von 2014 bis 2018 doppelt so viele Kandidaten vor wie benötigt werden

Saarbrücken. Das Amtsgericht und das Landgericht Saarbrücken suchen 411 Frauen und Männer, die an beiden Gerichten als Schöffen oder Jugendschöffen an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen. Der Stadtrat und der Jugendhilfeausschuss des Regionalverbandes Saarbrücken schlagen für die Amtszeit von 2014 bis 2018 doppelt so viele Kandidaten vor wie benötigt werden. Der Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht wird in der zweiten Jahreshälfte aus diesen Vorschlägen die Haupt- und Hilfsschöffen wählen. Derzeit liegen rund 240 Bewerbungen vor, noch 170 fehlen. Gesucht werden Bewerber, die ihren Wohnsitz in Saarbrücken haben, dort leben und am 1. Januar 2014 zwischen 25 und 69 Jahre alt sein werden. Sie müssen die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. Von der Wahl ausgeschlossen ist, wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt ist oder gegen den ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat läuft. Auch hauptamtlich in der oder für die Justiz arbeitende Menschen, beispielsweise Richter, Polizeibeamte oder Bewährungshelfer sowie Religionsdiener, können keine Schöffen werden, teilt die Stadt mit.Neben den formalen Kriterien sollen die Bewerber aber vor allem bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die für das Schöffenamt notwendig sind. Dazu zählen Unparteilichkeit und Selbstständigkeit sowie wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes eine gewisse körperliche Fitness.

Interessenten für das Schöffenamt in Erwachsenenstrafsachen können sich bis Dienstag, 18. Juni, bewerben. Das Bewerbungsformular gibt es im Internet unter www.schoeffenwahl.de zum Herunterladen. Bewerbungen können per Post (Anschrift: Landeshauptstadt Saarbrücken, Rathausplatz 1, 66111 Saarbrücken) versandt oder in den Nachtbriefkasten des Rathauses St. Johann geworfen werden. Wer Jugendschöffe werden will, bewirbt sich beim Amt für Kinder und Bildung im Rathaus oder beim Jugendamt des Regionalverbandes. red

Interessierte können das Formular auch unter Telefon (06 81) 90 50 oder unter der Behördenrufnummer 115 bestellen.