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AfD geht auf die Straße, JU und Jusos planen getrennte Gegendemos

Saarbrücken. Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) will nach mehreren Demonstrationen gegen die Asylpolitik in anderen Bundesländern jetzt auch in Saarbrücken auf die Straße gehen. Für Mittwoch, 4. November, 17 Uhr, hat die Partei bei der Landeshauptstadt eine Versammlung vor dem saarländischen Landtag angemeldet, wie Saar-AfD-Chef Josef Dörr der SZ bestätigte.Kurz darauf meldete die Junge Union (JU) Saar für die gleiche Zeit vor dem Landtag eine Gegendemonstration an. Daniel Kirch

Sie richte sich gegen Hass und Gewalt sowie gegen "Extremismus jeglicher Art", sagte JU-Landeschef Alexander Zeyer. AfD und JU haben jeweils beim Landtag beantragt, die Bannmeile aufzuheben. Innerhalb der Bannmeile, dem befriedeten Bezirk rund um den Landtag, sind Versammlungen und Demonstrationszüge normalerweise nicht erlaubt. Das Landtagspräsidium kann allerdings Ausnahmen zulassen. Heute wollen auch die Jungsozialisten (Jusos) eine Gegendemonstration anmelden. Allerdings lehnen sie es ab, gemeinsame Sache mit der JU zu machen. Die JU könne für die Jusos aufgrund ihrer Positionen in der Asylpolitik "kein Kooperationspartner" sein, sagte Juso-Landeschef Philipp Weis. Die Jusos wollen vom Saarbrücker Schloss zum Staatstheater ziehen.