Razzia vom Zoll gegen Schwarzarbeit auf Baustellen im Saarland

Großangelegte Aktion des Zolls : Razzia gegen Schwarzarbeit auf Baustellen im Saarland

Mindestlohn missachtet, nicht sozialversichert, keine Aufenthaltserlaubnis: Ermittler machen Jagd auf Schwarzarbeit und decken nach eigenen Angaben zahlreiche Fälle auf.

Ermittler der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Saarbrücker Hauptzoll haben bei einer flächendeckenden Großkontrolle 101 Baustellen und Betriebe unter die Lupe genommen. Wie ein Behördensprecher sagt, stießen die Beamten bei ihren unangekündigten Besuchen auf 109 Verdachtsfälle, in denen unter anderem gegen Mindestlohnvorgaben verstoßen wurde. Die 53 Zöllner waren im Saarland und südlichen Rheinland-Pfalz unterwegs. Festnahmen habe es zudem im Regionalverband Saarbrücken auf einer nicht genannten Großbaustelle gegeben. Konkret: Die drei Arbeiter vom Balkan sollen sich unerlaubt in Deutschland aufgehalten haben. Darum laufen jetzt auch Strafverfahren gegen deren Arbeitgeber. Den Festgenommenen droht nun, in ihre Heimat zurückgeschickt zu werden.

Im Detail verfolge die Behörde nach Abschluss der Kontrollen 60 Verstöße gegen den Mindestlohn und 27 Verdachtsfälle von Sozialversicherungsbetrug. Der Saarbrücker Zollsprecher Dominik Brach sagt auf Nachfrage, dass die Ausbeute im Rahmen des Üblichen liege.

Die Aktion war Teil einer bundesweiten Kontrolle im Baugewerbe. Wie Brach am Dienstag (14. Mai) mitteilte, hat es sich dabei um eine Schwerpunktprüfung ohne konkreten Verdacht gehandelt, um gegen Schwarzarbeit vorzugehen. Die Zollbeamten waren deswegen bereits am Donnerstag, 9. Mai, im Einsatz gewesen.

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